Hilfe aus Freundschaft

HERMESKEIL. (kat) Frauen für Frauen und Arme: Zehn Jahre lang hat Ursula Dahlke eine vorbildliche Rumänienhilfe geleistet und sie war neun Jahre lang Vorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Hermeskeil. Heute leitet Christel Gorges den beliebten Frauentreff, der auch an andere denkt.

Es fing alles an mit einer Reise nach Rumänien und Franz, einem Ingenieur, den Familie Dahlke kennen lernte. Der Rumäne wusste von einigen Bekannten, dass sie jährlich für drei Monate in Deutschland arbeiten und für rumänische Verhältnisse viel Geld verdienten. "Das kann ich auch für dich machen", schlug Ursula Dahlke vor und organisierte einst das befristete Arbeitsverhältnis. "Irgendwann ging es dann nicht mehr", sagt die zweifache Mutter. Neue Gesetze hatten einen Riegel vorgeschoben. Aus dem Verhältnis ist eine Freundschaft und eine langjährige von Ursula Dahlke beispielhaft initiierte Rumänienhilfe entstanden. Etliche mit für das alltägliche Leben wichtigen Dingen voll beladene Lastwagen sind von Hermeskeil aus gen Rumänien gefahren. Auch die Katholische Frauengemeinschaft, deren Vorsitzende Ursula Dahlke bis vor einem Jahr war, hat mit Verkaufsaktionen von Waffeln bis hin zu dekorativen Weihnachtsartikeln die Hilfe für Not leidende Menschen in Rumänien unterstützt. Um sich noch mehr "der schönsten Beschäftigung in meinem Leben", der Betreuung der Enkelkinder, und anderen vielfältigen Interessen widmen zu können, hatte sich Ursula Dahlke vorgenommen, den Vorsitz an den Nagel zu hängen, sobald sie jemanden im Visier hatte. Und sie hatte: Vorstandsmitglied Christel Gorges trat in ihre Fußstapfen. Die Mutter von drei Söhnen stellt sich gerne neuen Herausforderungen. Die Ausschreibung "Aushilfskraft fürs Labor gesucht" stach ihr während ihrer Arbeit als Reinemachefrau eines Hermeskeiler Labors ins Auge - und ließ sie nicht mehr los. Die gelernte Industriekauffrau bewarb sich auf die Stelle und wurde eingestellt. Sie eignete sich PC-Kenntnisse an und arbeitet heute mit Freude in dem neuen Beruf. Auch die neue Aufgabe, die Katholische Frauengemeinschaft zu leiten, packte sie nach einer Bedenkzeit an. Für organisierte Wallfahrten, die Frauenfastnacht oder einen regen Gedankenaustausch unter den Frauen setzt sie sich ein. Und für eine bessere Lobby der Frauengemeinschaft. "Kirche ist in Misskredit geraten. Auch unsere Frauengemeinschaft kämpft mit einem falschen Image. Wir sind eine normale offene lustige Truppe, die einiges angeht." Regelmäßig spendet die Frauengemeinschaft die Einnahmen aus Aktionen zugunsten wohltätiger Zwecke und die gemeinsamen Aktivitäten geben vielen Frauen wertvolle Impulse.

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