Hilfen beim Umgang mit der Angst

WASSERBILLIG. (mhe) Leuchtende Kinderaugen anläßlich des zehnjährigen Jubiläums der Kindertagestätte "Spatzennascht": Feen, Riesen und Märchenprinzen bevölkern die Parkanlage am Wasserbilliger Rathaus.

Schulen, Kindergärten und Tagesstätten aus ganz Luxemburg und dem grenznahen Langsur waren dem Aufruf gefolgt, verschiedene Märchenszenen kreativ in die Wirklichkeit umzusetzen. Einzige Voraussetzung: Die Materialien müssen der Witterung standhalten. Denn zumindest die Sommermonate sollen die bunten Skulpturen überdauern. "Der Märchenpark wird Wasserbillig um eine Attraktion bereichern und zum Familienspaziergang einladen", sagte Vorsitzende Marthy Schmitz. Dies wünschte sich auch Bürgermeister Gust Stefanetti, der, mit Hexenhut und Zauberstab gewappnet, die Ausstellung eröffnete. Die Faszination, die von der Sagen- und Märchenwelt ausgeht, vereint Generationen. Während der Opa rätselnd vor einem grünen Riesen steht, weiß die Enkelin ganz genau Bescheid: "Aber das ist doch Shrek aus dem Trickfilm." Dem Großvater kommen dann schon eher Rapunzels lange Zöpfe bekannt vor. Unter den 16 Märchenbildern befinden sich sowohl die Klassiker der Gebrüder Grimm als auch modernere Erzählungen wie das Dschungelbuch. Die pädagogische Grundidee bleibt identisch: "Mit Hilfe der Märchen lernen die Kinder, mit ihren Ängsten umzugehen", erklärte Marthy Schmitz. Das dynamische Team aus dem "Spatzennascht" hat bereits das nächste Projekt in Angriff genommen. Eine Festschrift soll die Entstehung des Märchenparks dokumentieren und einen Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre Betreuungsarbeit werfen. Der gemeinnützige Verein kümmert sich derzeit um rund 80 Kinder im Alter von drei Monaten bis zwölf Jahren, darunter auch einige aus dem Trierer Land.

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