HINTERGRUND

Das Amt für Wiedergutmachung (AfW) an der Heckingstraße 31 in Saarburg ist dem Finanzministerium Rheinland-Pfalz unterstellt. Innerhalb Deutschlands ist das AfW die einzige eigenständige Behörde für diese Aufgabe und bearbeitet mit 18 109 die meisten Rentenfälle bundesweit.

Im Saarland beispielsweise kümmert sich ein Mitarbeiter des Sozialministeriums um rund 100 Fälle. In Nordrhein-Westfalen ist die Aufgabe bei der Bezirksregierung angesiedelt. 1,5 Millionen Akten füllen die Archive in Rheinland-Pfalz - in Koblenz und Saarburg. Die Antragsfrist für alle NS-Geschädigten endete am 31. Dezember 1969. Für so genannte vergessene Opfer sind nach Ende dieser Frist zunächst auf Bundes-, 1996 auch auf Landesebene "Härtefonds" eingerichtet worden - aus dem "Landestopf" werden nur Personen bedacht, die in Rheinland-Pfalz leben. Die TV-Frage, ob es in Saarburg noch Antragsteller gibt, beantwortet Amtsleiter Jürgen Pauly mit "könnte sein". In Trier gebe es mehrere. (sw)