HINTERGRUND

ILE Regional- Management Das Programm des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums ist für größere Gebiete mit mindestens 30 000 Bewohnern gedacht. Diese Voraussetzung ist auch bei Nichtbeteiligung der Verbandsgemeinde Kell am See in den drei Hochwaldkommunen Morbach, Thalfang und Hermeskeil mit ihren rund 35 000 Einwohnern erfüllt.

Die Laufzeit des Regional-Managements ist zunächst auf drei Jahre begrenzt, kann aber auf fünf Jahre verlängert werden. Bei Projekten werden bis zu 70 Prozent der Kosten erstattet. Allerdings gibt es eine Höchstgrenze von 50 000 Euro pro Jahr. Ein weiterer Vorteil für ILE-Gebiete ist, dass die Regelfördersätze bei Investitionen um bis zu zehn Prozent erhöht werden können. Die Kosten für das Regional-Management "Hochwald" betragen voraussichtlich 72 000 Euro, von denen das Land 50 000 Euro übernimmt. Den Rest müssen die drei verbliebenen Kooperationspartner aufbringen. Im Hochwald hat zunächst die Beauftragung eines Regionalmanagers (wahrscheinlich ein Planungsbüro) Priorität. Seine wichtigste Aufgabe wird es sein, ein Nutzungskonzept für die Trasse der Hunsrückbahn zu erstellen. Denn, so der Morbacher Bürgermeister Gregor Eibes (CDU): "Unser Zeithorizont ist begrenzt, weil bis Ende des Jahres der Streckensicherungsvertrag mit der Deutschen Bahn ausläuft. Bis dahin muss zumindest die Grundaussage da sein, ob das Ganze machbar ist oder nicht."

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