HINTERGRUND

Sturm über Trier Wie heftig der Sturm durch das Ruwertal fegte, darüber kann der Deutsche Wetterdienst keine genauen Auskünfte geben: "Wir haben eine Wetterstation auf dem Petrisberg und eine auf dem Hahn", sagt Dorothea Petzold.

"Der Sturm ist quasi dazwischen durchgeflutscht". Sowohl die Wind- als auch die Regenwerte der beiden Stationen am Rande des Unwetters seien nicht aussagekräftig. "Auf dem Petrisberg hat es mit 57 Stundenkilometern geweht, in Wittlich rund fünf Liter pro Quadratmeter geregnet", sagt die Meteorologin. Wie die Werte in der Gewitterzelle waren, könne nur geschätzt werden, offizielle Daten gebe es keine. "Leider werden immer mehr unserer Wetterstationen geschlossen, das macht die Datenbasis lückenhaft", sagt Petzold. Geregnet habe es im Zentrum des Gewitters wohl bis zu 30 Liter pro Quadratmeter. Forstamtsleiter Gundolf Bartmann schließt aufgrund des Baumfalls auf "orkanartige Böen von weit über 120 Stundenkilometern".