HINTERGRUND

Waldameisen Weltweit sind bis heute etwa 1000 Ameisenarten bekannt, davon kommen etwa 100 in Deutschland vor. 16 davon sind heimische Waldameisenarten. Die Waldameisen bauen große Nester, in denen bis zu 850 000 Arbeiterinnen leben.

Etwa 55 Prozent davon sind "Außendienstler". Unterschiedlich ist je nach Art die Zahl der Königinnen pro Volk. Sie reicht von einer Königin über 1000. Arbeiterinnen sind in der Lage, das 20-fache ihres Eigengewichts zu tragen. Der Herrschaftsbereich eines Volkes erstreckt sich auf einen Umkreis von bis zu 100 Metern um das Nest. In dieser Zone vernichten die Tiere an einem Tag bis zu 100 000 verschiedene Waldschädlinge. Umweltschäden sind in der Nähe von Ameisennestern wesentlich geringer. Ein Specht kann täglich bis zu 3000 Ameisen verzehren, doch der größte Feind dieser Insekten ist der Mensch. Deshalb müssen die extra ausgebildeten Ameisenschutzwarte die Nester vor der menschlichen Dummheit und vor der Fressgier der Vögel schützen. Der hohe Nutzen der Waldameisen wurde schon früh erkannt. Deshalb sind sie schon seit rund 200 Jahren geschützt. Heute kann die Beschädigung eines Waldameisennestes mit bis zu 5000 Euro Geldstrafe geahndet werden. (Quelle: Ameisenschutzwarte Rheinland-Pfalz e.V.) (f.k.)

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