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Schule, Feuerwehr und Umwelt: Hitzige Debatte über Gerätehaus

Schule, Feuerwehr und Umwelt : Hitzige Debatte über Gerätehaus

Die Grundschule Pellingen wird erweitert, der Maiersbach renaturiert – da war sich der Verbandsgemeinderat Konz einig. Diskussionen gab es dagegen um das Gerätehaus in Temmels und eine Abschaffung von Ausbaubeiträgen.

Ganz oben auf der Tagesordnung des Konzer Verbandsgemeinderates hat die Erweiterung der Grundschule Pellingen gestanden.  Mit gutem Grund, denn diese Ortsgemeinde ist in den letzten Jahren gewachsen wie kaum eine andere. Spätestens 2021 wird ein fünfter Klassenraum in der Grundschule nötig. Dazu fasste der VG-Rat einen Grundsatzbeschluss, der mit 150 000 Euro im Haushalt für dieses Jahr und einer Verpflichtungsermächtigung für 2020 in gleicher Höhe untermauert wird. Eine ehemalige Wohnung im Obergeschoss wird dafür freigehalten.

Bei der Verlegung der Feuerwehr in Temmels wegen der Ansiedlung eines Drogeriemarktes lief es im Rat weniger geschmeidig. „Dafür ist zunächst ein Bebauungsplan nötig“, klärte Verwaltungschef Weber auf. Temmels habe vielleicht ein Problem: „Denn mit Norma ist die Nahversorgung mit 800 Quadratmetern Verkaufsfläche bereits für ein Dorf dieser Größenordnung erreicht und gesichert.“ Die Fachleute des Kreises und der Verbandsgemeinde haben deshalb ihre Zweifel, ob das Genehmigungsverfahren erfolgreich sein kann. Der Landesentwicklungsplan (LEP) könnte dagegen sprechen.

Sabina Quijano-Burchardt (Grüne) warnte: „Wir müssen aufpassen, dass nicht am Ende Flächen leer stehen.“ In Temmels kämen weitere 710 Quadratmeter hinzu. „Es ist fragwürdig, ob das genehmigungsfähig ist“, schätzt Weber. Auch der Nitteler Ortsbürgermeister Peter Leo Hein (CDU) äußerte sich skeptisch: „Ich werde hier nicht zustimmen.“ Dennoch will die Verbandsgemeinde nicht im Wege stehen, wenn in Temmels die Planung und der Bau des neuen Marktes erlaubt werden und damit die Feuerwehr verlegt werden kann. Die Abstimmung für den Neubau ergab 25 Ja- und fünf Neinstimmen bei einer Enthaltung.

Einen heftigen Austausch der Argumente gab es auch über eine Resolution zur Abschaffung von Ausbaubeiträgen. CDU und FWG sorgen sich um die Gerechtigkeit, vor allem, wenn Grundstücksbesitzer mit geringem Einkommen enorme Summen aufbringen müssen. Der Rest des Rates sah die Autonomie der Kommunen bei der Bestimmung, welche Straße zuerst erneuert wird, in Gefahr. Die Resolution wurde mit 20 Ja- und zehn Neinstimmen bei zwei Enthaltungen angenommen.

Weniger Probleme gab es bei der Zustimmung zur Renaturierung des Maiersbachs, Teilbereichen des Berensgrabens sowie des Oberemmeler Baches. Das Umweltministerium fördert die 330 000 und 633 000 Euro teuren Projekte mit 90 Prozent der zuschussfähigen Kosten.