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Hoch hinaus auf Stelzen und Kletterwand

Hoch hinaus auf Stelzen und Kletterwand

Viel Getümmel herrschte am Sonntag auf dem Konzer Markplatz. Mit einem großen Kinderfest hat das Jugendnetzwerk die "Woche der Kinderrechte" beschlossen. Außerdem stellte Konz den "Kinderstadtplan" vor.

Konz. Eifrig stapelt Daria (8) aus Konz bunte Bausteine übereinander. Ein Haus soll entstehen, mit Mauern höher als sie selbst. Bunte Klötze, sagt sie, mochte sie schon immer. "Und diese ganz besonders, weil sie so groß sind." Ein paar Meter weiter macht Joel (4) seine ersten Versuche auf einem Balance-Stepper. Vater Mario passt auf, dass ihm dabei nichts passiert. "Die vielen Spielsachen sind für die Kinder ideal", sagt er.

Ein-Mann-Theaterstück im Rathaus



Das Kinderfest bildete den Abschluss der landesweiten "Woche der Kinderrechte". Fast 40 Projekte, die jeweils mehrere Veranstaltungen umfassten, waren beim Mainzer Jugendministerium angemeldet worden. Das Konzer Jugendnetzwerk veranstaltete in den vergangenen Tagen zwei Selbstbehauptungskurse und einen Workshop.

"Die Angebote wurden von den Konzer Kindern und Jugendlichen sehr gut angenommen, wir sind zufrieden", bilanziert Dietmar Grundheber, Geschäftsführer des Jugendnetzwerks. Darüber hinaus stellte Joachim Weber, erster Beigeordneter der Konzer Verbandsgemeinde, im Rahmen des Kinderfests den neuen "Kinderstadtplan" der Verbandsgemeinde Konz vor. Der Stadtplan verzeichnet kindgerechte Attraktionen wie etwa Spielplätze, Jugendtreffs und Fußballwiesen in der Stadt Konz und in allen Dörfern der Verbandsgemeinde.

Unterdessen draußen vor dem Rathaus: Neben dem bunten Zelt stapelt Dennis (3) aus Wasserliesch bunte Ringe aufeinander. "Es ist total schön, die vielen Spielsachen des Spielmobils sind immer eine kleine Reise wert", freut sich Dennis' Mutter Nathalie Reiß. Größeren Kindern hat es besonders die 7,5 Meter hohe Kletterwand angetan. Deram Hemini (12) aus Konz schnallt sich gerade das Gurtzeug um, an dem die Sicherheitsleine befestigt ist. Langsam hangelt er sich von Griff zu Griff, bis es irgendwann - nach ein paar Metern - nicht mehr weitergeht. "Ganz schön anstrengend", sagt er hinterher. "Von unten sieht es gar nicht so hoch aus, aber wenn man erst mal in der Wand hängt, merkt man die Höhe doch gleich viel mehr!"

Sebastian Barth (17) sieht das gelassen. Zusammen mit Patrick Hurth (14) sorgt er dafür, dass alle Nachwuchskletterer immer gut gesichert sind. "Die Jungs machen das ganz selbstständig", lobt Thomas Hilker vom Konzer Jugendnetzwerk. Als Leiter der Erlebnispädagogik obliegt ihm die Betreuung der Kletterwand.

Doch lange kann er seinen Helfern nicht über die Schulter schauen, denn ein Hilferuf aus dem Rathaus ereilt ihn: Dort ist die bunt leuchtende Spielwand ausgefallen. Ein Neustart des Computers, und alles funktioniert wieder reibungslos. "Bei der Spielwand muss man die Tasten drücken, sobald sie aufleuchten. Ein lustiges Spiel, aber man braucht viel Geschicklichkeit dafür", sagt Benjamin Ibrahimi (11) aus Konz. Er hat alle Tasten schnell und ohne Fehler gedrückt: Der eben noch ausgefallene Computer berechnet ihm nun die Höchstpunktzahl. Ein Stockwerk darüber hat Heinz Diedenhofen den Sitzungssaal des Rathauses bereits in ein kleines Auditorium umgebaut. Er ist der (einzige) Darsteller des "Hein-Knack-Theaters" und spielt das Ein-Mann-Stück "Nils Niegenug".