Hoch verdient

KONZ. In ganz außergewöhnlicher Weise hat sich Josef Hoff um die Sängervereinigung Konz verdient gemacht. Daher wurde er zum Ehrenchorleiter ernannt. Ralf Hansjosten trat offiziell Hoffs Chorleiternachfolge an.

Die "gemütliche Probe", so nennt sich die traditionell letzte Probe der Sängervereinigung Konz im Jahr, im Pfarrsaal in Konz war eine besondere: Josef Hoff, 31 Jahre lang Chorleiter der Sängervereinigung, wurde feierlich verabschiedet und nach einstimmigem Votum der Konzer Sänger zum Ehrenchorleiter ernannt. Vorsitzender Manfred Clemens würdigte die großen Verdienste des scheidenden Chorleiters, indem er die wichtigsten Stationen kurz Revue passieren ließ. "Das hohe Erbe der Musik muss gut verwaltet werden, und ein Vorstoß ins Neuland ist unerlässlich. Werte der Vergangenheit jedoch dürfen dabei nicht verloren gehen." So hatte sich Hoff vor mehr als 30 Jahren vorgestellt. Hoffs Erkenntnis von damals habe trotz ihrer mehr als 30 Jahre nichts an Aktualität verloren, so Clemens vor der versammelten Chorgemeinschaft. Im weiteren Verlauf trat Ralf Hansjosten offiziell die Nachfolge von Hoff an. Mit 37 Aktiven steht die Sängervereinigung noch sehr gut da. Allerdings plagen auch sie Sorgen, wenn auch nur kleine, um die Sicherung des Nachwuchses. Gesundheitliche Gründe hatten Hoff keine andere Wahl gelassen, als die Chorleitung aufzugeben. Clemens: "Josef Hoff hat durch seine unermüdliche Tätigkeit als profilierter Chorleiter nicht nur in erheblichem Maße zur Förderung des kulturellen Lebens in unserer Verbandsgemeinde beigetragen, sondern sich uneigennützig in den Dienst der Allgemeinheit gestellt." Dass Hoff jederzeit für den Chor da war, rechnete Clemens ihm hoch an, wie auch die humorvolle Art, die Proben zu gestalten. Blumen gab es für Ehefrau Gisela, die ihren Ehemann in dessen Arbeit immer unterstützt habe. Doch damit der Ehrungen nicht genug. Beauftragt vom eigenen Verein und zusätzlich vom Sängerkreis Trier-Saarburg, zeichnete Vorsitzender Manfred Clemens folgende Aktive aus: Josef Faber, Erster Bariton (50 Jahre), Helmut Diederichs, Zweiter Tenor, Hans-Karl Mangerich, Erster Tenor, Alwin Herz, Zweiter Tenor (alle 40 Jahre) sowie Gerd Jentsch, Zweiter Tenor (15 Jahre und 25 Jahre Singen beim Bruderverein Merzlich-Karthaus). Clemens würdigte auch die Vorstandsarbeit oder die Mithilfe in Vereinsanliegen, die nicht nur das Singen betrafen. Mit welch einem Zufall eine Sängerkarriere beginnen kann, machte Clemens am Beispiel Josef Faber deutlich: 1953 veranstaltete die Sängervereinigung einen Tanzabend. Auf seine Frage nach der Höhe des Eintritts erhielt Faber die Antwort: "Komm singen, dann kannst du unentgeltlich reingehen." Damit war einer der eifrigsten Probenbesucher gewonnen.

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