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Höhere Zuschüsse als erwartet für eine schönere Hermeskeiler Innenstadt

Förderprogramm Stadtumbau : Höhere Zuschüsse als erwartet für eine schönere Hermeskeiler Innenstadt

Eine gute Nachricht zum Förderprogramm Stadtumbau hat die Hermeskeiler Stadtbürgermeisterin diese Woche im Stadtrat verkündet: Das Innenministerium will mehr Zuschüsse für die vielen Projekte gewähren, die bis 2028 angepackt werden sollen.

Für Projekte zur Verschönerung der Hermeskeiler Innenstadt erhält die Stadt eine höhere Förderung als bisher erwartet aus dem Programm Stadtumbau. Das verkündete Stadtbürgermeisterin Lena Weber (SPD) am Dienstag in der Stadtratssitzung. Dort verabschiedeten die Ratsmitglieder endgültig das städtebauliche Entwicklungskonzept, das die geplanten Projekte bis 2028 zusammenfasst – darunter die Neugestaltung des Donatusplatzes und des Neuen Markts. Das rheinland-pfälzische Innenministerium habe das Konzept inzwischen ebenfalls abgesegnet und zugesagt, die Förderquote für alle Vorhaben von 75 auf 80 Prozent anzuheben, teilte Weber mit. Insgesamt könne die Stadt mit Zuschüssen in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro rechnen.

Final beschlossen hat der Rat zudem ein 17,9 Hektar großes Sanierungsgebiet im Stadtkern. Hauseigentümer, die dort ein größeres Sanierungsprojekt planen, können nach Veröffentlichung der Sanierungsgebietsatzung im Amtsblatt Zuschüsse aus dem Förderprogramm beantragen. Wie die Stadt können sie sich künftig von einem Fachbüro aus Kaiserslautern beraten lassen. Den entsprechenden Auftrag hat der Stadtrat am Dienstag erteilt. Grundlage für mögliche Zuschüsse ist eine Modernisierungsrichtlinie, an die sich die privaten Bauherren halten müssen. Interessierte können sich an die Bau-Abteilung bei der Verbandsgemeindeverwaltung wenden.

Aufgehoben hat der Stadtrat einen Beschluss vom 28. Juli dieses Jahres. Damit hatte er den Kaufpreis für Gewerbeflächen im Gewerbepark Römerstraße von 45 auf 23 Euro pro Quadratmeter gesenkt, um die Flächen für Interessenten attraktiver zu machen. Die Kommunalaufsicht hatte daraufhin laut Stadtchefin mitgeteilt, dass dieser Preis unterhalb des Buchwertes der Grundstücke liege. Der Verkauf der Flächen zu diesem Preis müsse daher bei der zukünftigen Beurteilung der Haushaltslage der Stadt und der Genehmigung von Krediten berücksichtigt werden. Den ursprünglichen Vorschlag von 30 Euro pro Quadratmeter halte die Aufsichtsbehörde dagegen für vertretbar. Der Rat entschied, die Flächen künftig zu diesem Preis zu vermarkten.