Hoffen auf viele Wähler

SAARBURG. Am morgigen Samstag ist es so weit: Mädchen und Jungen zwischen 13 und 21 Jahren aus dem gesamten Stadtgebiet wählen den ersten Saarburger Jugendrat. Trotz geringen Interesses im Vorfeld hoffen die Verantwortlichen der Stadt und die acht Kandidaten auf rege Wahlbeteiligung.

Bereits seit einiger Zeit beschäftigen sich der Saarburger Stadtrat und der städtische Jugendsozialarbeiter Bernd Bredin mit dem Thema "Jugendrat" (der TV berichtete mehrfach). Ziel der Bemühungen war und ist, ein "demokratisches Sprachrohr" für die Jugendlichen aus Saarburg zu schaffen. Immerhin gibt es einige Dinge, die die jungen Leute beschäftigen oder die sie gerne verwirklicht sehen würden - beispielsweise der geplante Skater-Park oder ein Jugendraum im Stadtteil Beurig. Allerdings: Wünsche, Kritik oder Anregungen zu haben ist die eine Sache, sie an den Mann - in diesem Fall an den Bürgermeister und die Mitglieder des Stadtrats - bringen zu können, die andere.Elf Mitglieder sollen gewählt werden

Ab Samstag soll es das "Sprachrohr" geben. Mädchen und Jungen zwischen 13 und 21 Jahren, die in Saarburg wohnen, dürfen dann zur Wahlurne gehen und ihre "eigenen" Vertreter bestimmen. Maximal elf Mitglieder sollen dem ersten Saarburger Jugendrat angehören, über einen Zeitraum von zwei Jahren sollen sie amtieren. In mehr oder weniger regelmäßigen Sitzungen sollen unter anderem eigene Ideen, beispielsweise aus dem Bereich Freizeitgestaltung, gesammelt, diskutiert und ihre Umsetzung in Zusammenarbeit mit der Stadt geprüft werden. Obwohl es etliche Themen gibt, die den jungen Leuten auf den Nägeln brennen, war das Interesse für das Projekt Jugendrat bislang gering. Zu einer Informationsveranstaltung in der Stadthalle mit Bürgermeister Jürgen Dixius Anfang Juni waren von etwas mehr als 600 Kindern und Jugendlichen, die als Wähler und damit auch als Mitglieder des Rates in Frage kommen, nicht einmal ein Dutzend erschienen. In der Zwischenzeit haben sich immerhin acht bereit erklärt, für das Gremium zu kandidieren. Auch Matthias Schmitt gehört dazu. Um weitere Leute für den Wahltag zu mobilisieren, hat sich der 14-Jährige aus Beurig in den vergangenen Wochen mächtig ins Zeug gelegt. Matthias berichtet: "Ich habe etliche Bekannte und Freunde angesprochen." Dabei habe er allerdings feststellen müssen, dass sich das Interesse für den Jugendrat "in Grenzen" hält. "Trotzdem haben mir einige zugesagt, zur Wahl zu gehen." Der 20-jährige Mike Hemmer hat sich erst vor wenigen Tagen entschieden zu kandidieren. Der Hauptgrund: "Ich denke, dass der Jugendrat eine gute Möglichkeit bietet, Aufsehen zu erregen, also die Öffentlichkeit für die Belange der Jugendlichen zu gewinnen." Ein Projekt, das Mike im Fall seiner Wahl voranbringen will, ist der geplante Skater-Park in Saarburg. Wer zur Wahlurne gehen will, kommt am morgigen Samstag, 8. Juli, ab 14 Uhr zur Stadthalle. "Alle, die als Wähler in Frage kommen, haben wir bereits einzeln schriftlich benachrichtigt", berichtet Bernd Bredin. "Ich denke, dass die Wahl in einer Stunde über die Bühne ist." Mitzubringen sei außer der Einladung auch der Personal- oder Kinderausweis, "damit wir sicher sind, dass auch der oder die Richtige vor uns steht", erklärt der Jugendsozialarbeiter. In der Stadthalle gibt es richtige Wahlkabinen, und jeder erhält einen Stimmzettel, auf dem die Kandidaten aufgelistet sind. Auch einige der potenziellen Jugendrats-Mitglieder werden an Ort und Stelle sein und bei Bedarf Rede und Antwort stehen. In den Tagen danach sollen die Mitglieder des Jugendrates erstmals zusammenkommen und einen Vorsitzenden wählen. Weitere Informationen zum Thema "Jugendrat in Saarburg" und zur Wahl erteilt der städtische Jugendsozialarbeiter unter Telefon 0151/19513518 oder per E-Mail unter jugend@saarburg.de.

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