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Hoffen auf Zuschüsse für die Dorferneuerung

Hoffen auf Zuschüsse für die Dorferneuerung

Der Henterner Haushalt schließt mit einem Minus ab. Doch es werden Visionen entwickelt - unter anderem für ein Sanierungsgebiet.

Hentern (doth) In Hentern bahnt sich ein Gesamtkonzept zur Dorferneuerung an, in dem der Dorfplatz, der noch als Einzelprojekt im neuen Doppelhaushalt für 2017 und 2018 steht, und das vielleicht bald ehemalige Schulgebäude ihren Platz finden sollen.
"Ein ausgeglichener Haushalt kann leider nicht erreicht werden", bedauert Verbandsgemeindebürgermeister Martin Alten. Aber Hentern investiere ja auch in wichtige Projekte wie den Breitbandausbau, moderne Straßenbeleuchtung und die Ortskernsanierung.
Auffallend sind die im Jahr 2018 ausgewiesenen 150 000 Euro für ein Dorfgemeinschaftshaus. Gemeint ist das Gebäude, das bislang noch eine Grundschule ist. "Da haben wir noch nie darüber gesprochen", moniert der frühere Ortsbürgermeister Bernhard Wagner und schaut dabei seinen Nachfolger, Michael Marx, an.
Man wisse doch nicht, wie schnell das mit der Schulschließung geht. "Doch, es waren schon Pläne auf dem Tisch", kontert Marx.
"Die Kreisverwaltung wird Fragen nach der Finanzierung und Zuschüssen stellen", sagt Verwaltungschef Alten voraus. Für Bürgerhäuser habe die Verbandsgemeinde jeder Ortsgemeinde bislang Zuschüsse gezahlt. Hentern sei bislang noch nicht dabei gewesen.
War in der ersten Hälfte der Sitzung noch von einem Jugendraum die Rede, der entweder im Schulgebäude oder einem Container untergebracht werden soll, tendiert die Diskussion immer stärker in die Richtung, dafür das Schulgebäude zu nutzen. "Wir haben unserer Jugend versprochen, ihnen einen Raum anzubieten", erinnert Edgar Mohsmann den Rat. "Dagegen wird sich die Verbandsgemeinde Kell bestimmt nicht sperren", verspricht Martin Alten.
Wann in Sachen Schule eine Entscheidung fällt, konnte er am Abend der Sitzung allerdings auch nicht sagen.
Bei der Gestaltung des Dorfplatzes dreht sich die Diskussion mittlerweile in Richtung eines größeren Konzeptes. "Das ist deshalb sinnvoll, weil dadurch bessere Chancen auf Zuschüsse vom Land und der EU bestehen, auch wenn die Beantragung ein hoher Aufwand ist", klärt Martin Alten auf. "Noch ist unser Dorfplatz ja kein Schandfleck", gibt Michael Lehnen zu bedenken.
Hentern sollte ein Sanierungsgebiet, das für Bauherren Steuervorteile bringt, und den Status als Schwerpunktgemeinde der Dorferneuerung beantragen, lautet Martin Altens Rat: "Ihr müsst eine Vision entwickeln und Schwerpunkte setzen." Das Konzept müsse in sich schlüssig sein, Sinn machen und allen Bürgern zugute kommen.
Auch eine vom Land geförderte Dorfmoderation mit Einbeziehung aller Bürger wäre denkbar. Ortschef Marx will das bereits in den nächsten Tagen mit seinem Rat intensiv besprechen, um möglichst schnell auf diesem Weg voranzukommen.Extra: DISKUSSION UM DEN FRIEDWALD


Bei der Anlegung eines Bestattungswaldes gegenüber der Kirche ist sich der Henterner Rat uneins. Mit vier Ja- zu drei Neinstimmen wurde Ortsbürgermeister Michael Marx autorisiert, im Zweckverband mit Baldringen, Paschel und Schömerich für die Ausweisung dieses Standortes weiterzuverhandeln. Allerdings mit der Auflage, dass der Preis von 65 000 Euro, den der Forst für die vorgesehenen 15 000 Quadratmeter fordert, noch heruntergehandelt wird.