Hohe Holzpreise: Grimburger Forst erzielt Gewinn

Hohe Holzpreise: Grimburger Forst erzielt Gewinn

Der etwa 450 Hektar große Gemeindewald Grimburg wirft dieses Jahr einen Gewinn von rund 90 000 Euro ab. Dieses Ergebnis stellten Bernd Buss, Leiter des Forstamts Hochwald, und Revierförster Jörg Clemens dem Rat vor.

Grimburg. Der Gemeindewald spielt für die Grimburger eine wichtige Rolle. Das beweist nicht nur die Aussage von Ortsbürgermeister Franz-Josef Weber, der ihn in der jüngsten Ratssitzung als "unser bestes Stück" bezeichnete. Auch die Tatsache, dass sich das Gremium sage und schreibe zwei Stunden mit diesem Thema beschäftigte, spricht für sich.
90 000 Euro Gewinn wurde 2011 bei der Bewirtschaftung des Grimburger Waldes erzielt, so die Aussage des Forstamts Hochwald. Damit wurde ein Plus erzielt, das weit über der Kalkulation liegt, die die Behörde ursprünglich gemacht hat. Eigentlich war 2011 nämlich nur ein Überschuss von knapp 7000 Euro geplant.
Das bessere Ergebnis habe zum einen mit den deutlich gestiegenen Holzpreisen zu tun. "Allein das macht 45 000 Euro mehr, also fast ein Windrad, aus", sagte Fortsamtsleiter Bernhard Buss. Außerdem habe man dieses Jahr im Wald auf den Wegebau verzichtet, weil es dafür keine Zuschüsse mehr vom Land gibt.
Trotz der prinzipiell erfreulichen Bilanz, gab es deswegen auch kritische Anmerkungen. So sagte Roland Brendel, dass er sich bei der Vorstellung von Forstwirtschaftsplänen Zahlen wünsche, "die näher an der Realität liegen". Mit dieser Meinung stand der CDU-Mann nicht allein.
Streit über Reviergrenzen


Einstimmig folgte der Rat auch seinem Vorschlag, dass das Forstamt prüfen solle, ob 2012 mehr Fichtenbäume gefällt werden können, als es der Plan vorsieht. Denn mit einer Erhöhung des Hiebsatzes könne man die derzeit hohen Holzpreise nutzen und so die Gemeindekasse zusätzlich füllen.
Auch die vom Forstamt geplanten neuen Reviergrenzen waren ein Thema. Die Gemeinde Reinsfeld lehnt den Vorschlag, dass ihr Revier mit Gusenburg zusammengelegt wird, seit längerer Zeit ab. Sie hat deshalb Widerspruch bei der Zentralstelle der Landesforstverwaltung in Neustadt/Weinstraße eingelegt. Eine Entscheidung wurde dort zwar noch nicht gefällt. Er rechne aber damit, dass es zu der vom Forstamt Hochwald vorgeschlagenen Neuregelung kommt, so Buss.
Das würde bedeuten, dass das bisher eigenständige Reinsfelder Revier um den Gemeindewald Grimurg und Teile des Staatswalds am Rösterkopf erweitert wird - und der bisherige Reinsfelder Revierförster Martin Ritter für das neue Gebilde zuständig ist.
Jörg Clemens würde dann nicht mehr für den Grimburger Wald verantwortlich sein und konzentrieren sich auf seine Aufgabe im Revier Hermeskeil/Gusenburg. ax