Hohe Investitionen und ein neuer Ortsvorsteher

Hohe Investitionen und ein neuer Ortsvorsteher

Horst Brittnacher ist vom Kirfer Bürgermeister Josef Krug zum neuen Ortsvorsteher von Meurich ernannt worden. Er ist gleichzeitig Zweiter Beigeordneter des Ortsgemeinderats und stimmt mit ab über die Investitionen, die Kirf für dieses und nächstes Jahr umsetzen will. Dazu müssen aber entsprechende Zuschüsse fließen.

Kirf. Vereidigt ist Horst Brittnacher als zweiter Beigeordneter der Ortsgemeinde Kirf bereits. Als gewählter neuer Ortsvorsteher von Meurich ist er jetzt von Ortsbürgermeister Josef Krug mit seiner Ernennung in das neue Amt eingeführt worden. Sein Vorgänger, Alfons Brittnacher, wurde verabschiedet, denn er arbeitet jetzt bei der Verbandsgemeinde Saarburg, und darf deshalb kein Ratsmitglied mehr sein.
"Ich werde häufiger als Zuhörer in die Sitzungen kommen", versprach der frühere Meuricher Ortsvorsteher. Sein Nachfolger füllt das Amt bis zu den Kommunalwahlen im nächsten Jahr aus.
Kirf hat kaum Einnahmen, will aber viel investieren. Eine Einnahmequelle sind die 171 Hektar Waldbestand, die laut Forstwirtschaftsplan von Revierförster Herbert Kirchartz im vergangenen Jahr 3500 Euro Gewinn einbrachten. Gerade mal 502 Euro sagt der Forstmann fürs laufende Jahr voraus: "Die Natur ist unberechenbar. Ein Sturm kann die ganze Rechnung über den Haufen werfen."
Dem gegenüber steht erheblicher Investitionsbedarf, der im zweiten Teil des Doppelhaushaltes 2012/2013 festgezurrt wurde. "Wir können nicht darauf hoffen, dass das alles in diesem Jahr umgesetzt wird, was wir reingeschrieben haben", bedauert Ortsbürgermeister Josef Krug mit Hinweis auf die Haushaltslage seiner Kommune und die Abhängigkeit von Zuschussgebern.
So wurden 50 000 Euro für eine Erhaltungsmaßnahme der alten Schule in Meurich eingetragen, unter anderem für einen Anstrich des Gebäudes. Gute Chancen wurden Kirf von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier für den Bau des Dorfgemeinschaftshauses mit Feuerwehrhaus in Beuren signalisiert. Dies wird 155 000 Euro kosten, wovon die Gemeinde 44 000 Euro zu tragen hat.
"Das Bürgerhaus Kirf haben wir immer wieder im Plan", bedauert Krug ein 360 000-Euro-Sanierungsprojekt, das mit 216 000 Euro vom Land unterstützt werden soll. Doch bislang ist das Bürgerhaus in der Antragsliste im Investitionsstock noch nicht hoch genug gerutscht.
Landeszuschüsse fließen jedoch für die Gestaltung der Ortsmitte, 11 900 Euro in diesem und 31 750 Euro im nächsten Jahr. Was auch die Bürger direkt treffen wird, ist der zweite Bauabschnitt beim Ausbau von Innerortsstraßen. 664 000 Euro werden der Zuckerberg, die Kimmstraße und die Kandelstraße kosten. 395 000 Euro davon müssen die Kirfer Grundstücksbesitzer tragen, denn es gilt ein wiederkehrender Ausbaubeitrag. Die Maßnahme, schätzt Krug, läuft erst im nächsten Jahr an, denn auch hier ist das Land mit 124 000 Euro dabei.

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