Holländer und die EM
Was passiert 2008 im Hochwald? Der TV hat in die Glaskugel geschaut und wagt in zwei Teilen einen Ausblick auf das nächste Jahr, für den gilt: Glauben Sie nicht alles, was sie jetzt über kommende Ereignisse lesen.
Hermeskeil/Kell am See. Zwölf Monate im Zeitraffer erwarten Sie, liebe TV-Leser, in der heutigen und in der folgenden Ausgabe bei unserer satirischen Vorschau auf das Jahr 2008 im Hochwald. Bei allen handelnden Personen vertrauen wir auf deren Humor und versprechen: Im neuen Jahr werden wir wieder - wie gewohnt - streng seriös und sachlich über sie berichten.Januar: Zwei Jahre haben sie vergeblich gewartet, doch jetzt freuen sich die Touristiker in der Region, dass endlich genug Schnee liegt, um auf dem Radweg zwischen Hermeskeil und Kell eine 15 Kilometer lange Loipe zu spuren. Doch dann folgt der große Schreck: Just am Morgen, als der groß angekündigte Startschuss für den Skispaß erfolgen soll, macht ein übereifriger Mitarbeiter der Straßenmeisterei alle Pläne zunichte. Er nimmt seinen Auftrag, den Weg frei zu schaufeln, zu genau und betätigt sich mit seinem Klein-Unimog auch auf dem Radweg als ungewolltes Räum- und Streukommando.Februar: Rainer Spies macht seine Drohung wahr: Der SPD-Ortsbürgermeister lässt Reinsfeld aus dem Zweckverband Konversion austreten, weil er seine Gemeinde im Vergleich zur Stadt Hermeskeil bei allen Plänen benachteiligt sieht und es ihn vor allem stört, das Hermeskeiler Areal als Standort für das Wunsch-Projekt "Autohof" ausgeguckt wurde. Er erntet dafür zunächst Empörung und wird anschließend nur müde belächelt, als er davon spricht, dass es an der A1-Abfahrt Reinsfeld viel bessere Karten für die Einrichtung des Autohofs gibt. Als Spies kurz darauf jedoch einen zigmillionen schweren Vertrag in der Tasche hat, mit dem er einen dicken "Shell"-Fisch an Land zieht, gefriert den Spöttern das Lachen im Gesicht.März: Die krisengeschüttelte SG Hermeskeil/Malborn präsentiert mitten im Abstiegskampf in der A-Liga einen prominenten Retter: Klaus Toppmöller übernimmt das Traineramt, wirft aber schon nach vier Wochen mit null Punkten entnervt wieder das Handtuch und verspricht: "Jetzt komme ich nicht mehr nach Deutschland zurück, sondern bleibe in Georgien."April: Beim Narzissenfest in Schillingen decken aufmerksame Botaniker einen peinlichen Schwindel auf. Weil sich die kleinen, wilden, gelben Schönheiten wegen des langen Winters am Veranstaltungstag noch unter der Grasnarbe verstecken und von ihrer Blütenpracht weit und breit nichts zu sehen ist, hatten die Organisatoren die Narzissenwiese an der Ruwer heimlich mit Tausenden von Osterglocken drapiert, die sie vorher aus Holland in den Hochwald importiert hatten. Mai: Eine Hiobsbotschaft bringt die Arbeiten für die letzte Etappe beim Bau des Ruwer-Hochwald-Radwegs jäh zum Stoppen: Ornithologen haben direkt an der geplanten Trasse zwischen Mandern und Zerf eine einsame Mopsfledermaus gesichtet. Das Naturschutzamt schreitet sofort ein und ordnet an, dass die Streckenführung geändert werden muss. Mit der Fertigstellung des Radwegs im Jahr 2008 wird es des0halb nichts, der kilometerweite Umweg verursacht zudem zusätzliche Millionenkosten.Juni: Nicht lange hält in Hermeskeil die Trauer um den Verlust der 50-Meter-Bahn im neuen Freibad an. Bei der feierlichen Wieder-Eröffnung — bei der sich das Wetter im Hochwald übrigens von seiner typischen Seite zeigt, und es in Strömen regnet — wird bekanntgegeben: Hermeskeil erhält mit seinem topmodernen Schwimmerbecken den Zuschlag als Ausrichter für die nächste Kurzbahn-EM.Der nicht ganz ernst gemeinte Ausblick auf die zweite Jahreshälfte 2008 folgt in der Mittwochausgabe.