Holzmarkt: Das China-Geschäft bricht ein

Holzmarkt: Das China-Geschäft bricht ein

Längst sind die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise auch in der Region zu spüren. So erwartet das Forstamt Saarburg in diesem Jahr einen Rückgang seiner Holz-Exporte nach Fernost um rund ein Drittel. Ansonsten ist das Geschäft mit dem Rohstoff aus heimischen Wäldern nach wie vor einträglich.

Saarburg. Deutsches Buchenholz ist in Asien begehrt. So exportiert beispielsweise das Forstamt Saarburg schon seit Jahren Buchen-Stammholz aus seinen insgesamt 14 Revieren in den Verbandsgemeinden Konz, Saarburg und Kell am See nach China. "Die Buche, wie wir sie haben, gibt es dort nicht. Die Chinesen lieben aber das helle Holz, das unter anderem zu Fußleisten verarbeitet wird", berichtet Forstamts-Leiter Helmut Lieser.

Rund 4000 Festmeter Buchen-Stammholz werden laut Lieser im Bereich des Forstamts Saarburg pro Jahr eingeschlagen. "Durchschnittlich rund 1500 Festmeter davon verkaufen wir nach China. Für dieses Jahr liegen uns allerdings nur Bestellungen für rund 1000 Festmeter vor." Grund für den Absatzrückgang um ein Drittel gegenüber den Vorjahren sei die weltweite Finanzkrise, die auch auf dem Holz-Markt für eine Verschlechterung der Stimmung gesorgt habe. Geäußert habe sich das unter anderem in einer Kaufzurückhaltung bei den Händlern.

Folgen des Sturmtiefs Emma immer noch spürbar



Während das Fernost-Geschäft im Jahr 2009 offenbar deutlich unter den Folgen der Finanzkrise zu leiden hat, sind die Holz-Exporte des Forstamts Saarburg ins europäische Ausland so gut wie nicht von dem Wirtschafts-Tief betroffen. Nach wie vor scheint Industrie- und anderes Nutzholz aus den Wäldern der Region in Belgien, Frankreich, Österreich, den Niederlanden, Luxemburg und der Schweiz genügend Abnehmer zu finden. "Normalerweise verkaufen wir pro Jahr rund 10 000 Festmeter Industrieholz, und auch für 2009 kann man von dieser Menge ausgehen", sagt Lieser.

Weitgehend losgelöst von der Finanzkrise entwickelt sich offenbar auch der regionale Brennholz-Markt. Nachdem sich die Verkaufszahlen für Feuerholz im Bereich des Forstamts Saarburg laut Lieser in den vergangenen sechs bis sieben Jahren praktisch verdoppelt hatten, lagen sie 2008 bei rund 20 000 Festmetern. "Mit dieser Zahl rechnen wir auch im Jahr 2009", sagt Lieser. Nicht die Finanzkrise, sondern Naturereignisse bereiten den Forstleuten die größten Sorgen. So fegte zuletzt im März 2008 das Sturmtief "Emma" über die Republik und richtete auch in den Wäldern der Region erhebliche Schäden an.

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