Hoppla – Stolpersteine beseitigen

Hoppla – Stolpersteine beseitigen

HERMESKEIL. FIPS ist ein Verein: Fachleute, die mit Kindern arbeiten, haben sich zusammen getan, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu bündeln. Heute Abend hält FIPS einen Vortrag zum Thema "Stolpersteine in der kindlichen Entwicklung". Verbandsgemeindebürgermeister Michael Hülpes moderiert die Veranstaltung.

Hinter FIPS steckt ein im Frühjahr in Hermeskeil gegründeter Verein zur "Förderung und Information pädiatrischer Sachverhalte." Die Beschreibung von FIPS hört sich erst einmal kompliziert an, dahinter steckt jedoch eine einfache Idee: Elf Fachleute, die mit Kindern arbeiten, haben sich zusammengeschlossen, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen auszutauschen. Und mehr noch. "Kompetenz verpflichtet", sagt Ergotherapeut und FIPS-Mitglied Bernd Weber. Die gebündelten Informationen sollen weiter gegeben werden an Eltern, Erzieher und an all diejenigen, die Kinder erziehen oder mit ihnen arbeiten. "Eines unser Ziele ist, vorbeugende Maßnahmen anzuregen", sagt Weber. Dabei gehe es in erster Linie darum, Eltern Tipps für den Alltag zu geben, damit Kinder sich gesund entwickeln können. "Es sind oft ganz einfache Dinge, die Eltern machen können", sagt Weber. "Wenn Mütter und Väter ihren Kindern alte Kinderspiele wie Hüpfkästchen oder Gummitwist näher bringen, haben sie schon einiges für eine gute Entwicklung getan", sagt Weber. "Oder Reime unterstützen die Sprachentwicklung", nennt Logopädin und FIPS-Mitglied Diana Kunze einen Baustein, der zu einer gesunden Sprachentwicklung beitragen kann. Hinzu komme, dass Eltern oft viel mehr Kompetenzen hätten, als sie sich zutrauten. "Eltern sind häufig sehr verunsichert", so Weber. FIPS möchte die schlummernden Potenziale der Eltern wecken. Und: Der Verein wurde gegründet, damit Fachleute unterschiedlichster Berufsgruppen sich regelmäßig austauschen können. "Dadurch wird unsere Arbeit transparenter und wir profitieren voneinander", sagt Diana Kunze. "Durch die Kommunikation untereinander können sich auch neue Therapiemöglichkeiten ergeben", sagt Weber. Zudem sei es im Hinblick auf gesundheitspolitische Entwicklungen notwendig, enger zusammen zu rücken. Die erste öffentliche FIPS-Veranstaltung, zu der alle Interessierten eingeladen sind, findet heute Abend um 20 Uhr im Naturpark-Haus in Hermeskeil statt. Das Thema: "Stolpersteine in der kindlichen Entwicklung". Verbandsgemeindebürgermeister Michael Hülpes moderiert diese Veranstaltung. "Auch bei einem gesunden Kind kann es Stolpersteine geben, die das Kind in seiner weiteren Entwicklung, zumindest in Teilbereichen, hemmen", sagt Bernd Weber. Wisse man um diese Stolpersteine, so könne man sie frühzeitig erkennen und dem Kind helfen, seine Schwierigkeiten zu überwinden. Welche Möglichkeiten es aus medizinischer, therapeutischer und erzieherischer Sicht gibt, diese Stolpersteine zu vermeiden, sie zu beseitigen oder ihre Folgen zu mindern, darüber informieren verschiedene FIPS-Referenten heute Abend: Krankengymnastin Astrid Bouillon, die Kinder- und Jugendärzte Angelika Herm und Thomas Büttner, der Apotheker Michaal Knüttel, die Logopädinnen Diana Kunze und Tanja Schieben-Silano, Sprachtherapeutin Nicole Nisius, die Grundschullehrerin Claudia Müller, die Orthopistin Ellen Rothhaar und die Ergotherapeuten Heidemarie Stäwen und Bernd Weber. Ganz wichtig: "FIPS ist ein offener Verein, der sich über Leute, die mitmachen wollen, sehr freut", betont Diana Kunze. Weitere Informationen zu FIPS erhalten Sie unter folgenden Telefonnummern: 06503/ 1633 und 06503/980039.