Hotel von Matteo Thun auf Gelände des einstigen Toom-Markts in Saarburg geplant

Stadtentwicklung : Hotelbau in Saarburg rückt näher – einstiger Toom-Markt wird bald abgerissen

Die Verbandsgemeindeverwaltung Saarburg-Kell hat den Abriss des ehemaligen Toom-Markts in der Wiltinger Straße in Beurig ausgeschrieben. Angebote können laut der Homepage der Verwaltung bis 22. Oktober abgegeben werden.

Drei Monate nach Auftragserteilung sollen die Arbeiten fertig sein.

Durch den Abriss des Markts soll Platz geschaffen werden für ein 20-Millionen-Euro-Projekt der Firma Matthias Ruppert aus Esch. Sie will ein Hotel, Ferienappartements und Wohneinheiten errichten. Der Entwurf für das Projekt kommt von dem vielfach ausgezeichneten Mailänder Designer und Architekt Matteo Thun. Er hat unter anderen ein Designhotel in Meran entworfen und war für namhafte Firmen wie Rosenthal, Alessi und Swatch kreativ. In der Region hat Thun für das Weingut Longen-Schlöder in Longuich Winzerhäuschen zum Übernachten kreiert.

Das planende Büro für das Saarburger Projekt ist BKS Architekten aus Trier. Das Hotel soll über 60 Zimmer sowie über Wellnessangebote wie Sauna, Yoga und Entspannung verfügen. Zudem sind 20 Ferienappartements und 60 Wohneinheiten (zwischen 45 und 115 Quadratmetern groß) sowie eine gemeinsame Tiefgarage geplant.

Der Verbandsgemeinderat Saarburg-Kell hat in seiner Sitzung vergangene Woche den Flächennutzungsplan derart geändert, dass die nördliche Hälfte des Ex-Toom-Markt-Geländes als Wohnbaufläche und die südliche Hälfte als Sondergebiet für Fremdenbeherbergung dargestellt wird. Der Saarburger Stadtrat hat den ersten Planentwurf für einen Bebauungsplan im Mai 2019 nach einer Anliegerversammlung gebilligt. Nach Kritik aus der Versammlung wurde vorgeschlagen, den Verkehr zu dem Gelände komplett über die Wiltinger Straße und nicht teilweise über die Schodener Straße laufen zu lassen. Die Anregungen aus der Versammlung und der Offenlage würden in die Planung miteinfließen, teilt Nathalie Hartl, Pressesprecherin der VG auf TV-Anfrage mit. Derzeit würden die eingegangenen Stellungnahmen noch ausgewertet. Der Stadtrat wird in den kommenden Herbstmonaten erneut mit dem Bebauungsplan befassen. Die Öffentlichkeit wird dann ein zweites Mal an dem Verfahren beteiligt. Auch eine weitere Anliegerversammlung ist geplant. Der Termin stehe noch nicht fest, heißt es.

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