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Ideen gefragt für schöneren Donatusplatz – Büro soll Wettbewerb vorbereiten

Förderprogramm für attraktive Innenstadt : Ideen gefragt für schöneren Donatusplatz in Hermeskeil – Büro soll Wettbewerb vorbereiten

Architekten aus ganz Europa sollen um Konzepte für den Platz in der Hermeskeiler Innenstadt wetteifern. Der Stadtrat hat als ersten Schritt dazu ein Büro ausgewählt, das den Wettbewerb vorbereiten soll.

(cweb) Marodes Pflaster, viel Verkehr durch Busse und wenig Sitzgelegenheiten – so präsentiert sich momentan der Donatusplatz in der Hermeskeiler Innenstadt. Das will der Stadtrat mit Hilfe eines Förderprogramms von Bund und Land Rheinland-Pfalz ändern. In den nächsten Jahren sollen mehrere Millionen für einen attraktiveren Stadtkern fließen. Die Vorbereitung von Projekt Nummer eins, der Neugestaltung des Donatusplatzes, wird allmählich konkreter.

Der Stadtrat hat vor kurzem ein Büro beauftragt, dass sich um die Betreuung eines Planungswettbewerbs kümmern soll. Dabei werden europaweit Landschaftsarchitekten, Stadt- und Verkehrsplaner aufgerufen, ihre Ideen für einen schöneren Platz einzureichen. Die besten Vorschläge werden prämiert und haben die Chance, möglicherweise umgesetzt zu werden. Auf einstimmigen Beschluss des Stadtrats soll das Büro Hille + Tesch Architekten und Stadtplaner aus Ingelheim am Rhein den Ablauf dieses Wettbewerbs koordinieren – für ein Honorar von rund 29 700 Euro.

Die eingereichten Vorschläge bewertet ein Preisgericht. Das setzt sich zusammen aus Fachleuten aus dem Bereich Architektur und Stadtplanung sowie aus Personen, die Hermeskeil und die Ziele der Planung kennen. Letztere können beispielsweise Mitglieder des Stadtrats sein. Das Büro aus Ingelheim bereitet unter anderem das Ausloben des Wettbewerbs vor, betreut dessen Ablauf, koordiniert Termine und kümmert sich um die Besetzung des Preisgerichts.

Laut Verwaltung werden die Baukosten für eine Neugestaltung des Donatusplatzes auf etwa 600 000 Euro geschätzt. Diese Summe diene zur Berechnung des Preisgelds, das mit 12 000 Euro – verteilt auf die Plätze eins bis drei – kalkuliert wird. Inklusive Honorar des Büros, Sitzungsgeld für die Ratsmitglieder und je 2500 Euro pro Fachpreisrichter koste der Wettbewerb rund 56 000 Euro. Der Sieger erhält nicht automatisch auch den Auftrag für die Planung des Projekts. Nach dem Wettbewerb folgt dazu laut Verwaltung eine Verhandlung mit bis zu drei Bietern, wobei der erste Preisträger in der Regel darunter ist.

Der Donatusplatz ist mit vielen weiteren geplanten Projekten in einem städtebaulichen Entwicklungskonzept aufgelistet. Dieses ist Grundlage und Voraussetzung für die Förderanträge, die jedes Jahr gestellt werden müssen, um an die Zuschüsse zu kommen. Obwohl der Stadtrat dieses Konzept noch nicht final abgesegnet hat, hat die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier laut Verwaltung einem vorzeitigen Beginn der Maßnahmen zugestimmt.

Laut VG-Mitarbeiter Timo Jansen könnte der Stadtrat das Konzept am 15. September beschließen, ebenso das geplante Sanierungsgebiet, in dem auch Projekte von privaten Bauherren gefördert werden. Damit die Privatleute Zuschüsse erhalten, dürfen sie erst loslegen, wenn das Gebiet ausgewiesen und die Satzung dazu veröffentlicht worden ist. „Es gab leider nochmals Verzögerungen, weil die ADD noch Änderungswünsche zu Unterlagen hatte“, sagte Stadtbürgermeisterin Lena Weber. Vor dem 15. September sollten diese Details aber geklärt sein.