IHRE MEINUNG

Zur Berichterstattung über Ausbau der Windkraftnutzung

Das Potenzial unserer Heimat liegt unter anderem in unserer Landschaft. Menschen kommen hierher, um sich zu erholen, die Ruhe in den Wäldern und die Weiten zu genießen. Die derzeitigen Windkraftplanungen werden all dies auf unbestimmte Zeit und nachhaltig zunichtemachen. Wenn erst bis zu 50 Windräder, alle bis zu 200 Meter hoch, unsere Heimat so sehr technisch überprägen, kann hier niemand mehr von natürlicher Erholungslandschaft, Erholung in der Stille und unserer Natur als Potenzial für Erholungssuchende sprechen. Was wir erfahren werden, ist die Industrialisierung unserer Landschaft in weiten Teilen der Verbandsgemeinde (VG), insbesondere um die Ortsgemeinden Grimburg, Gusenburg, Hermeskeil, Reinsfeld, Geisfeld und Rascheid. Eine aktuelle Studie unter Touristen in deutschen Mittelgebirgen besagt, dass 22 Prozent der Touristen dort keinen Urlaub mehr machen würden, wenn dort Windräder stünden. 22 Prozent weniger Touristen in unserer Region können ein ernsthaftes Problem für die hier ansässige Tourismusbranche darstellen. Dies ist aber scheinbar durch die hiesige Politik so gewollt. Denn durch den beschlossenen Ausbau der Windenergie nimmt die Politik billigend in Kauf, dass die Tourismusbranche zukünftig größere Verluste einfährt oder Touristen ganz fernbleiben. Der Politik ist diese Branche scheinbar nicht mehr lukrativ und wichtig genug. Diese Haltung ist unserer Meinung nach eine Herabschätzung der Arbeit von Gaststätten, Pensionen und des Naturparks Saar-Hunsrück im Ganzen. Und wenn dieselben Politiker dann noch den Nationalpark befürworten, diesen sogar als Anziehungspunkt für den Tourismus ausloben, dann fragt man sich schon, was hier in der VG so alles schiefläuft und ad absurdum geführt wird. Denn die geplante Anzahl an Windrädern wird auch vom Erbeskopf aus zu sehen sein und das Landschaftsbild negativ beeinflussen! Politiker bestimmen zum Glück nicht alleine, wie unsere Heimat und das Allgemeingut Landschaft gestaltet werden. Sie sollten die Rechnung nicht ohne den Bürger machen. Jens Kollek, Thomas Eiden, Hermann-Josef Monz, Wolfgang Stehr, Dr. Barbara Eckel und andere, alle Hermeskeil