IHRE MEINUNG

Zum Bericht "Windkraft: Gegner attackieren Behörde" (TV vom 8. Dezember):

Gut so, dass die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord Opposition erfährt, und das mehr als berechtigt. Mit ihrer Ausdehnung möglicher Windräder-Standort-Optionen selbst auf Kernzonen des hiesigen Naturparks konterkariert sie (als Befehlsempfängerin des Wirtschaftsministeriums selbstverständlich) den gebotenen Natur- und Landschaftsschutz im Hause des benachbarten Umweltministeriums, welches damit aber ersichtlich auch keine Probleme hat! Andererseits installiert die Landesregierung einen ziemlich unnötigen "Nationalpark". Wie passt das alles zusammen? Vielleicht ist das ja auch nur ein listig geplantes Alibi: Überall und rundherum Landschaft und Ökologie kaputtmachen, dafür dieses Reservat schaffen, das die vorbeschriebene Zerstörung von Umwelt nicht kompensieren kann. Natur braucht Großraum, zusammenhängende (noch) naturnahe Flächen per se. Es ist geboten, diesen Windräder-Wahn und -Wahnsinn einer ideologisch-verbohrten Regierung zu beenden, bevor aus dem "Land der Wälder und Reben" eine total demolierte, unwohnliche, von Betonriesen umzingelte, gemütserdrückende Landschaft geworden ist! Mittlerweile werden sogar in der seriösen Presse schon Gemeinden bemitleidet, die aus verschiedenen Gründen keine dieser Totschlagsungetüme bekommen können. Das Gegenteil sollte kommuniziert werden: Solche Gemeinden sind privilegiert, keine Windkraftanlagen haben zu dürfen! Ist denn alles nur noch Kommerz?! Was die kommunale Finanznot und -Ausstattung betrifft: Das ist eine übergeordnete Staatsaufgabe! Laut Bundesfinanzminister (in diesen Tagen) ist ja "genug Geld da", für alles und jedes. Bitte weiterleiten an die Länder, an die Urzellen des Staates, die Kommunen! Dann bräuchten diese nicht mehr um Windräder zu betteln, sich von der Industrie knechten lassen und ihre Dorf-Identität verleugnen. Hans-Josef Koltes, Neuhütten