IHRE MEINUNG

Zum Artikel "Bald nur noch ein Arzt in Zerf?" (TV vom 8. November):

Die Darstellung des Inhalts der Gemeinderatsitzung vom 5. November bedarf aus meiner Sicht einiger Erläuterungen/Klarstellungen. Die im Vorfeld der Einwohnerfragestunde eingereichten Fragen von Thomas Keyser (aber auch von Doktor Volker Hartmann, einem der praktizierenden Ärte im Ort) betrafen in erster Linie die Rolle der Gemeindeverwaltung bei der Sicherstellung einer künftigen ärztlichen Versorgung in Zerf. Thomas Keyser ist Vorsitzender des Vereins Gemeinsam für Zerf (GfZ). Auch wenn er selbst nicht in den Rat gewählt wurde, so ist die GfZ doch mit drei Vertretern drittstärkste Fraktion im neu gewählten Zerfer Gemeinderat. In naher Zukunft erreichen drei der vier praktizierenden Hausärzte das ruhestandsfähige Alter, und die Suche nach Nachfolgern für ihre Praxen gestaltet sich schwierig (der TV berichtete schon mehrfach, zuletzt in seinem Artikel vom 27. Oktober - über diese Problematik). Die schon seit Jahresbeginn laufenden Bemühungen der ortsansässigen Ärzte, aber auch des Vereins Gemeinsam für Zerf, Ortsbürgermeister und Gemeinderat hierfür zu sensibilisieren, waren bisher nicht erfolgreich. Es bleibt deshalb zu hoffen, dass die von Volker Hartmann unterbreiteten Gesprächstermine wahrgenommen werden. Ortsbürgermeister und Rat müssen endlich erkennen, dass eine adäquate Sicherstellung der ärztlichen Versorgung für das Grundzentrum Zerf eine hohe gemeindepolitische Bedeutung hat. Sie kann deshalb nicht allein Aufgabe der örtlichen Ärzteschaft sein, sondern muss von der Gemeindeverwaltung aktiv unterstützt werden. Hierfür gibt es genügend Beispiele aus anderen Ortschaften. Karl-Werner Düro, Zerf