Ihre Meinung

Zur Berichterstattung über Flüchtlingsarbeit in Serrig und das Interview "Für ein Miteinander der Kulturen" mit Hélène de Wolf (TV vom 16. Januar):

Für Frau de Wolf "ist es in Ordnung", wenn ein Imam Frau Klöckner zur Begrüßung den Handschlag verweigert, weil es in dem Kulturkreis, dem der Imam entstammt, nicht üblich ist, dass ein Mann einer Frau die Hand gibt. So weit, so (nicht) gut. Völlig unverständlich wird es aber, wenn sie Frau Klöckner Respektlosigkeit unterstellt, weil diese sich nicht in die Kultur des Imam hineindenkt und den verweigerten Handschlag nicht akzeptiert. Der Handschlag zwischen zwei Menschen ist in unserer Gesellschaft elementarer Bestandteil der Begrüßungs- und Willkommenskultur und zwar unabhängig vom Geschlecht der sich Begrüßenden. Das sollte ein hier lebender Mensch - egal ob Moslem, Christ oder Atheist -respektieren. Ich habe vor meiner zweijährigen Projekttätigkeit für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Westafrika in den 80erJahren ein zweimonatiges Vorbereitungsseminar "Interkulturelles Management" absolviert. Dort hat man uns unter anderem vermittelt, tunlichst die Sitten und Gebräuche des Gastlandes zu respektieren, wenn man nicht Gefahr laufen will, ausgewiesen zu werden. Daran habe ich mich gehalten und bin überall freundlich empfangen worden. Richard Fuhs, Saarburg