ihre meinung

Die Gemeinde Losheim und Anlagenbetreiber Wendelin von Boch wollen ihre Pläne, auf dem Judenkopf fünf Windräder aufzustellen, verwirklichen. In der Kernzone des Naturschutzgebietes leben viele seltene und geschützte Tierarten, so auch die Mopsfledermaus.

Jetzt habe ich im Internet gelesen, dass es im Saarland eine vom Umweltministerium unterstützte Aktion "Fledermausfreundliches Saarland" gibt, da in den Siedlungsgebieten immer mehr Lebensraum für die Tiere verloren geht. Nun werden diese Lebensräume aber sogar in der Naturschutzzone massiv bedroht. Wo Profit anfängt, hört diese Freundlichkeit schnell auf. Was hier auf dem Judenkopf geschieht, kann man nicht nachvollziehen. Überall in benachbarten Ortschaften treten die Windkraftinvestoren wie die Heuschrecken auf. Sie warten nur darauf, dass hier ein Präzedenzfall geschaffen und somit der Weg zur Zerstörung der Natur geebnet wird. Sollte dies eintreffen, werden Waldgebiete bald Vergangenheit sein. Wo sind unsere grünen Politiker, die sich immer für Mensch und Natur einsetzen wollten? Sie müssten aufschreien. Stattdessen spielen sie der Profitgier einiger Investoren in die Hände, indem sie versuchen, die verständliche Angst der Bürger vor Cattenom zu schüren. Frankreich wird aber Cattenom nicht abschalten, selbst wenn wir Deutschland mit Windkrafträdern zupflastern. Warum sollte Frankreich auf Deutschland Rücksicht nehmen, wenn schon innerhalb Deutschlands Nachbarländer aus Profitgier keinerlei Rücksicht genommen wird? Ich kann nur jedem raten, jetzt noch eine schöne Wanderung am Judenkopf, an dem der Greimerather Höhenweg vorbeiführt, zu machen. Denn dort soll es, wenn es nach dem Willen der Gemeinde Losheim und des Herrn von Boch geht, bald mit der Schönheit vorbei sein. Brunhilde Martini, Greimerath