Im Bann der Elemente

Baila Fuego, der Feuertanz in spanischer Sprache, ist das Metier von Christian Dirr aus Trier. Seine Feuershow lieferte die erste Hälfte des zweitägigen Festivals in der Kulturgießerei. Am Sonntag ging es dann kühler zu: Bildhauer schufen Kunstwerke aus Eis. An beiden Tagen kamen etwa 300 Zuschauer.

Saarburg. Zum vierten Mal hielten die Elemente Einzug in die Kulturgießerei Saarburg. Feuer und Eis beherrschten ein Wochenende lang die Szenerie. Konnten im letzten Jahr noch wegen Eis und Schnee die Eisblöcke nicht rechtzeitig geliefert werden, verhinderte diesmal heftiger Regen ein stärkeres Interesse des Publikums.
Die rund 100 Besucher sahen am Samstag zunächst einmal einen gut drei Meter hohen Feuervogel vor der ehemaligen Glockengießerei herumspazieren. Darin steckte Christian Dirr aus Trier, ein Spezialist wenn es um Licht- und Feuereffekte geht. Seine Show verzauberte große und kleine Zuschauer.
"Wir wollen noch vor der Hauptsaison zeigen, es geht wieder los in der Kulturgießerei", sagt die Geschäftsführerin des Lokalen Bündnisses für Familie, Anette Barth. Diesmal wurde es in der eiskalten Gießhalle richtig kuschelig warm. Feuer, Wasser, Erde, Luft - die vier Elemente gaben sich ein Stelldichein, und wenn es in Form von Schweiß des Hauptdarstellers war.
Feuertanz, auf Spanisch Baila Fuego, nennt Dirr seine Show. Er jongliert mit Bällen, die in der Luft die Farbe ändern, schwingt leuchtende und brennende Keulen und lässt jede Menge Funken sprühen. Passend zum Ort beginnt alles mit einem Glockenschlag. "Die Musik ist dafür eigens vom leider schon verstorbenen Trierer Musiker Sebastian Matz geschrieben worden", erklärt Dirr dem TV. Der virtuose Pianist ist am Anfang noch am Klavier zu hören.
Zuschauerin Katrin Gollmer aus Pölich findet: "Der Weg hierher hat sich gelohnt. Das ist ein beeindruckendes Ambiente und eine fulminante Show."
Francois Large aus Saarburg hatte seine Töchter Sarah und Marlène mitgebracht: "Die beiden wollten das unbedingt sehen." Die achtjährige Marlène ist noch ganz hin und weg, als sie sagt: "Das war so schön mit den vielen bunten Lichtern."
Erst Kunst, dann Pfütze

 Filigran und wunderschön: Bildhauer meißeln und schnitzen diese Wesen aus großen Eisklötzen – bis sie sich nach und nach in riesige Pfützen verwandeln. TV-Foto: Alexander Schumitz
Filigran und wunderschön: Bildhauer meißeln und schnitzen diese Wesen aus großen Eisklötzen – bis sie sich nach und nach in riesige Pfützen verwandeln. TV-Foto: Alexander Schumitz Foto: (h_sab )


Nach der Feuershow am Samtsag, staunten die Zuschauer gestern, wie die Bildhauer Sylvain Divo, Cathleen Kelkel, Jean Charles Lemoy und Rolf Spengler aus großen Eisklötzen filigrane Eiswesen schnitzten, sägten und meißelten. Bis zum Abend schmolzen sie im Feuerschein dahin, und es bildeten sich große Pfützen.
Für das Jahr 2017 ist eine Wiederholung der Veranstaltung geplant.