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Im dritten Anlauf zur Ganztagsschule

Im dritten Anlauf zur Ganztagsschule

Das Mainzer Bildungsministerium hat entschieden, dass die Grundschule St. Marien in Nittel zur Ganztagsschule wird. Ab dem kommenden Schuljahr wollen rund 50 Schüler dieses Angebot nutzen. Die Verbandsgemeinde hat dafür rund 1,8 Millionen Euro ausgegeben.

"In den vergangenen Jahren haben wir viel unternommen, um dieses Ziel zu erreichen", sagt Karl-Heinz Frieden, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Konz (VG), im TV-Gespräch. In die energetische Sanierung der Schule und in den Schulumbau habe die VG knapp 1,3 Millionen Euro investiert. In den beiden kommenden Jahren würden für die Sanierung der Turnhalle weitere 480 000 Euro ausgegeben werden.

Aber nicht nur die Sanierung der Schule hat den Ausschlag für die Mainzer Entscheidung zugunsten der Grundschule St. Marien in Nittel gegeben.

Französischunterricht und Hausaufgabenbetreuung



"Dass wir seit Beginn dieses Schuljahres einen bilingualen Zweig mit Französisch haben und wir an den Nachmittagen eine Hausaufgabenbetreuung anbieten, war für unseren Antrag sicherlich hilfreich", sagt Grundschulrektor Franz-Jürgen Mertens.

Die beiden vorangegangenen Anträge der VG waren noch abgelehnt worden (der TV berichtete mehrfach). Das Bildungsministerium in Mainz war der Meinung, dass die VG ausreichend mit Ganztagsschulangeboten ausgestattet sei.

"Dabei hat das Ministerium übersehen, dass unsere VG eine der größten Verbandsgemeinden im Land ist und gerade an der Obermosel Ganztagsangebote verstärkt nachgefragt werden", sagt Frieden. Das seien die Gründe für den dritten Anlauf, aus der Nitteler Schule eine Ganztagsschule zu machen.

Als die Verwaltung den Antrag an das Bildungsministerium gerichtet hätte, sei sie davon ausgegangen, dass rund 50 Schüler ein entsprechendes Angebot nutzen würden. Frieden: "Wie viele es am Ende sein werden, können wir aber erst sagen, wenn alle Anmeldungen für das nächste Grundschuljahr vorliegen."

Mit dem Zuschlag, die Grundschule zur Ganztagsschule auszubauen, sind organisatorische Änderungen ab dem nächsten Schuljahr verbunden. Der Unterricht für die Ganztagsschüler endet von Montag bis Donnerstag jeweils erst um 16 Uhr. Nach dem Mittagessen haben die Schüler Zeit, ihre Hausaufgaben zu machen. Anschließend können sie noch für eine Stunde an einer Arbeitsgemeinschaft (AG) teilnehmen. In Planung seien zum Beispiel eine AG Schach oder eine AG Theater. Daneben wird ein weiterer Grundschullehrer an der Schule unterrichten, außerdem gibt es zusätzliche Lehrerstunden.

Zwischenzeitlich sind auch die Umbauarbeiten im ersten Trakt der Schule abgeschlossen. Die beiden vierten Klassen sind kürzlich aus den provisorischen Pavillons auf dem Schulhof zurück in ihre Klasse gezogen. Dafür mussten dann andere Klassen aus dem nächsten zu renovierenden Flur in die Pavillons ziehen.

"Die Schüler haben das Provisorium aber völlig akzeptiert", sagt Mertes.

ExtraGanztagsschulen in der Verbandsgemeinde Konz: Grundschule St. Johann (Konz/Ganztagsschule seit 2006/ 12 Klassen/257 Schüler/160 Schüler besuchen die Ganztagsschule), Grundschule St. Nikolaus (Konz/ 2010/ 9/ 195/ 91), Grundschule St. Martin (Wiltingen/2008/7/ 124/ 67), Grundschule St. Marien (Nittel/2011/ 6/ 104/ bisher 50 Anmeldungen zur Ganztagsschule). (itz)