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Im Frühjahr 2021 können die Bauherren in Konz-Oberemmel loslegen

Bauland in Oberemmel : Im Frühjahr könnten die Ersten loslegen

Vom Wetter begünstigt, liegt die Erschließung des Oberemmeler Baugebiets „Im Petschel II“ voll im Zeitplan. In der Planungsphase gab es Protest gegen eine Verbindungsstraße.

Auf der rund 20 000 Quadratmeter umfassenden Erschließungsbaustelle am Oberemmeler Ortsrand in Richtung Krettnach arbeitet schweres Gerät der Konzer Baufirma Elenz. Gerade werden die blauen Wasserrohre verlegt. Wie Projektentwickler Claudius Frühauf aus Wiltingen auf Anfrage erklärt, ist die Wasserversorgung eine der weiteren Tiefbauarbeiten.

Die Kanäle für Oberflächen- und Schmutzwasser liegen schon, die Hausanschlüsse sind wie beim Trinkwasser schon angelegt. Strom und Glasfaser für schnelles Internet durch Innogy kommen bald – die Leerrohre liegen schon bereit. Nur Gas kommt nicht, denn ganz Oberemmel hat kein Gas. Frühauf: „Es gäbe auch keinen Bedarf im Neubaugebiet, denn der Wunsch bei neuen Einzelhäusern geht heute vorwiegend in Richtung Wärmepumpe.“

Im Juni 2019 hatte der Konzer Stadtrat die Erschließung beschlossen. Dem folgten das Bebauungsplanverfahren und rund ein Jahr später der Baubeginn im Juli 2020. Erstellt werden laut Frühauf 26 Baugrundstücke für Einzel- und Doppelhäuser in Ein- oder Zweietagen-Bauweise. Die Grundstücksgröße beträgt jeweils rund 700 Quadratmeter.

In der Entscheidungs- und Planungsphase gab es einige Turbulenzen. Bewohner des bestehenden, unmittelbar an Petschel II angrenzenden Wohngebietes Im Petschel I wehrten sich gegen eine direkte Straßenverbindung zwischen beiden Wohngebieten. Sie fürchteten, dadurch „Durchgangsstraße von Petschel II in den Ort“ zu werden. Und ursprünglich sei ja nur ein Fußweg als Verbindung geplant gewesen. Doch Verwaltung und Planer setzten sich durch, weil die zweite Anbindung auch nach Vorgaben des Landesbetriebs Mobilität erforderlich erschien.

Die Hauptanbindung von Petschel II über die L 138 in den Ort erfolgt aber künftig vom anderen Ende in Richtung Krettnach über den dort schon bestehenden (Noch-)Wirtschaftsweg. Er wird derzeit als Baustraße genutzt und soll später zur Anbindungsstraße ausgebaut werden. Dazu Projektentwickler Frühauf: „Es liegt doch auf der Hand, dass die künftigen Petschel-II-Bewohner überwiegend diese direkte Anbindung an die L 138 nutzen werden, statt sich mit dem Auto durch das verwinkelte Nachbarbaugebiet zu quälen.“

Und wann soll die Erschließung abgeschlossen sein? Frühauf: „Wir hoffen auf den Wettergott. Wenn der so mitspielt wie bisher, könnten die ersten Bauherren im Frühjahr 2021 loslegen.“