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Im Solidarfonds bleibt wenig übrig

Im Solidarfonds bleibt wenig übrig

Windkraft

Zum Bericht "Windkraftplan: Jetzt sind die Gemeinden gefragt" (TV vom 22. November):

Bürgermeister Michael Hülpes macht den Räten weis, dass sie mit 60 000 Euro an jährlichen Pachteinnahmen pro Windrad rechnen können. Aber die Verträge dazu stammen aus einer Zeit, wo Windradbetreiber für ihren Strom über 9 Cent pro Kilowattstunde für 20 Jahre garantiert bekamen.
Die Zeiten sind seit dem Inkrafttreten des Energieeinspeisegesetzes 2017 vorbei! Wer jetzt ein Windrad errichten will, muss sich an einer bundesweiten Ausschreibung beteiligen. Die neueste Ausschreibung der Bundesnetzagentur erbrachte einen Höchstpreis von nur noch 3,82 Cent pro Kilowattstunde. Für Windräder auf dem Hochwald gibt es eine Vergünstigung: 4,43 Cent pro Kilowattstunde. Wer mehr forderte, bekam keine Lizenz für den Bau seiner Windräder.
Die Betreiber müssen damit Kosten für Projektierer, für Windräder, für Pachten drücken. Die 60 000 Euro Pacht werden sie auf einen Bruchteil zusammenstreichen. Im Solidarfonds wird wenig zum Verteilen sein.
Karl Diller
Hermeskeil