Im Trassemer Wald tut sich was

Abenteuerliches Fahrradfahren, Schnitzeljagd für Erwachsene und Werkeln im Wald: All das soll bald im Trassemer Forst möglich sein. Zusätzlich soll eine eigene Internetseite für das Walderlebnis-Zentrum entstehen.

Trassem. Vermummte Mountainbike-Fahrer rasen mit hoher Geschwindigkeit über abschüssige Waldwege. Sie sind mit Integralhelm, Nackenstütze, Oberkörperpanzer, verstärkten Handschuhen, Handgelenk-, Ellbogen- und Knie- und Schienbeinschonern ausgerüstet. Downhill heißt diese Variante des Mountainbiking. Fahren die Extrem-Fahrradfahrer auch selbst wieder nach oben, spricht man vom Freeride.

Kostenlose Route für moderne Schnitzeljäger



Jetzt soll dieser Mountainbike-Sport auch in Trassem populär gemacht werden. Markus Zeckey, Mitarbeiter des Walderlebnis-Zentrums Trassem im freiwilligen ökologischen Jahr (FÖJ), hat ein Konzept ausgearbeitet, um eine 700 Meter lange Downhill-Strecke in die vorhandene 12,6 Kilometer lange Mountain-Bike-Route rund um Trassem einzuarbeiten. Der Downhillkurs soll in einen insgesamt zwei Kilometer langen Rundkurs eingebaut werden, der am alten Steinbruch entlangführt. Vor dem Ortsgemeinderat hat Zeckey in der jüngsten Sitzung seine Ideen präsentiert - und ist auf offene Ohren gestoßen. Der Rat hat sich einstimmig für die Einrichtung einer solchen Spaß- und Sportstrecke ausgesprochen.

Doch nicht für eine neue Mountain-Bike-Strecke hat der Rat einstimmig votiert. Wer lieber zu Fuß im Wald unterwegs ist und gern die moderne Variante der Schnitzeljagd - das sogenannte Geo-Caching - betreibt, kann sich freuen. Zusätzlich zu den zwei bereits bestehenden Routen für Anfänger und Fortgeschrittene soll eine Ergänzungsroute für Geo-Caching-Profis eingerichtet werden. "Das Beste ist, es ist komplett kostenlos. Interessierte haben die Planung übernommen", erklärt Dietmar Schwarz, Leiter des Walderlebnis-Zentrums.

Wer derart moderne Spiele und Sportarten anbietet, braucht natürlich auch den passenden Internetauftritt. FÖJlerin Anne Karges hat eigens für das Zentrum eine Homepage entworfen, auf der alle wichtigen Informationen rund um den Erlebnispunkt im Wald zu finden sind. Die Ortsgemeinde trägt die monatlichen Kosten in Höhe von rund zehn Euro. Dietmar Schwarz wird in Absprache mit der Gemeinde die Betreuung übernehmen.

Zusätzlich zur Freeride-Strecke, der Geo-Caching-Tour und der Internetseite soll eine Waldwerkstatt neben dem Walderlebnis-Zentrum entstehen. "Wir wollen etwas schaffen, was die waldpädagogische Arbeit fördert", erklärt Schwarz die Planung. Bisher wurden für spezielle Angebote Zelte im Außenbereich der Lehr- und Informationshütte aufgebaut. Jetzt soll ein stabiler witterungsunabhängiger Raum her. In der geplanten Werkstatt sollen Schulklassen und Projektgruppen die Möglichkeit bekommen, mit Holz zu arbeiten.

Ein einfacher Bau für rund 20 000 Euro ist geplant. Auf der achteckigen Grundfläche entstehen neben einem geschlossenen Raum auch freie Arbeitsflächen. Das Haus soll im Rahmen des Work-Camps während der Sommerferien errichtet werden. Schwarz plant, ab dem 14. August mit den jungen Menschen an dem achteckigen Bau zu arbeiten.

Extra GPS: Die Abkürzung "GPS" steht für "Global Positioning System", was auf Deutsch sinngemäß "Globales Positionsbestimmungs-System" bedeutet. Ursprünglich wurde die Technik für den militärischen Bereich entwickelt. Sie ermöglicht eine weltweite Positionsbestimmung auf Grundlage von Satelliten-Signalen. Die GPS-Satelliten senden dazu Signale, aus denen die GPS-Empfänger ihre aktuelle Position bestimmen können. Ein GPS-Gerät bietet daher die Möglichkeit, vorgegebene Touren-Daten zu verwenden und gleichzeitig jederzeit über den eigenen Standort Bescheid zu wissen. Die Gefahr, sich in fremden Gegenden zu verirren, wird somit stark verringert. Quelle: www.naviaktiv.de