Im Zeichen deutsch-französischer Freundschaft

Im Zeichen deutsch-französischer Freundschaft

Saarpedal ist schuld gewesen: Wegen der Veranstaltung haben die Partnerschaftstreffen der Freundschaftskreise von Taben-Rodt und Augy in diesem Jahr erst eine Woche später stattgefunden.

Taben-Rodt/Augy. Mit großer Herzlichkeit wurde die Delegation aus Taben-Rodt in der Gemeinde Augy empfangen. Der Präsident des Freundschaftskreises Augy sowie Mitglieder des Gemeinderates betonten, dass aus der seit mehr als dreißig Jahren zwischen den beiden Ortsgemeinden bestehenden Partnerschaft längst persönliche Freundschaften gewachsen sind, die weit über die ursprüngliche Völkerverständigung hinausgehen. Die Herzlichkeit der familiären Beziehungen überbrückten jegliche Sprachbarrieren.
Der Präsident des Freundschaftskreises, Hans-Joachim Wallrich, bedankte sich im Namen der Angereisten aus Taben-Rodt und überreichte das Gastgeschenk des Freundschaftskreises. Bei einem anschließenden Imbiss wurden die ersten Neuigkeiten aus den beiden Ortsgemeinden ausgetauscht.
Am Tag darauf starteten die beiden Freundschaftskreise mit zwei Bussen nach Pouilly-sur-Loire, fest entschlossen, sich diesen gemeinsamen Tag durch keine noch so grimmige Schlechtwetterfront verderben zu lassen. Nach der zweistündigen Fahrt durch Burgund erreichten sie Pouilly-sur-Loire. Der Ort im Département Nièvre liegt am rechten Ufer der Loire. Die Brücke im Ort markiert genau die Hälfte der Länge der Loire. Der Ort wurde bereits im 5. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Die dort lebenden Benediktiner begründeten den Weinbau in Pouilly, der heute noch auf etwa 650 Hektar betrieben wird.
Der Ort verfügt über außergewöhnlich viele Süd- und Südwestlagen auf weniger kalkreichem Boden. Unter dem Motto Weinbau und Produkte der Region stand auch der gemeinsame Tag des Besuches der beiden Freundschaftkreise. In zwei verschiedenen Weinkellern wurden sie über die traditionelle und über die moderne Herstellung von Weinen informiert. Die ursprünglich dominierende Chasselas-Traube wurde inzwischen in den Hintergrund verdrängt.
Der Besuch eines Guts mit Produkten der Region, die ausschließlich aus eigener Herstellung stammen (beispielsweise Ziegenkäse), rundete den Ausflug ab. Am späteren Abend trafen sich die beiden Freundschaftskreise im Gemeindesaal zu einem gemeinsamen Essen. Dabei kamen die deutsch-französischen Freunde übereinstimmend zu der Ansicht, dass grenzübergreifende Partnerschaften nur so gut sind wie die handelnden Akteure. Und die, daran besteht kein Zweifel, engagieren sich seit mehr als 30 Jahren unermüdlich. red

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