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"Immer bereit zu reisen": Sängerin Marta Miranda im Interview

"Immer bereit zu reisen": Sängerin Marta Miranda im Interview

Man nehme portugiesische Folklore, französische Akkordeon-Rhythmen, würze das Ganze mit etwas Flamenco und brasilianischen Klängen. Heraus kommt die mitreißende Musik von Oquestrada.

Die Portugiesen treten am Sonntag, 6. Mai, 19 Uhr, im Saarburger Kasino auf. Unsere Reporterin Mandy Radics hat mit Sängerin Marta Miranda über die ungewöhnliche Band gesprochen.Was bedeutet der Bandname Oquestrada?Marta Miranda: Der Name ist ein Wortspiel und steht für die Musik auf der Straße und die Wege, die wir beschreiten. Er steht für das Unvorhergesehene. Bildlich ist damit ein Straßenorchester gemeint, das immer bereit ist zu reisen, um das Schicksal zu überlisten.Worüber singen Sie in Ihren Liedern?Miranda: Über das Alleinesein oder darüber, Emigrant zu sein. Aber auch über ein vergessenes Lissabon und den exotischen Fado, der schon immer zu Lissabon gehört hat.Wie würden Sie Ihre Musik beschreiben? Miranda: Wir schaffen es nicht, unseren Stil mit herkömmlichen Formulierungen zu beschreiben. TasaBeat ist der Klang der Straße, auf Instrumente übertragen. Es ist eine Form des Seins innerhalb der Musik.Warum haben Sie sich für diesen Musik- und Stilmix entschieden?Miranda: Wir mischen die Stile, um von den verschiedenen Kulturen zu erzählen, die in Lissabon beheimatet sind, sich dort treffen. Gemeint sind nicht nur die Kapverdianer, sondern auch die neuen Einwanderer aus dem Osten, die portugiesischen Zigeuner und die Brasilianer. Denkt man an Portugal, kommt einem sofort der Fado in den Sinn. Wie wichtig sind portugiesische Elemente in Ihrer Musik?Miranda: Der Fado bedeutet uns sehr viel, weil wir mit seinen Klängen aufgewachsen sind. Für mich persönlich bedeutet Fado, sich zu begegnen. Ich bewundere die Sänger, die aus purer Liebe zur Musik abends in Kneipen spielen, obwohl sie am nächsten Morgen früh zur Arbeit gehen müssen. Sie sorgen dafür, dass der Fado überlebt.Machen Sie hauptberuflich Musik? Miranda: Momentan haben wir keine anderen Jobs. Musiker zu sein, ist unser Leben, aber wir verfolgen auch andere Projekte. Pablo hat eine Werkstatt, in der er manchmal Auftragsarbeiten aus Metall und Holz anfertigt. Lima pausiert als Architekt, und ich habe aufgehört zu kellnern und arbeite auch nicht mehr als Darstellerin im Theater. Vollständiges Interview unter volksfreund.de/extraKarten für das Konzert gibt es in den TV-Service-Centern Trier, Bitburg und Wittlich.