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„Immer mit riesiger Freude zur Arbeit gegangen“

Berufsleben : „Immer mit riesiger Freude zur Arbeit gegangen“

Dr. Jack Weil verabschiedet sich nach 33 Arbeitsjahren im Kreiskrankenhaus Saarburg in den Ruhestand.

(red) Ende Juli verabschiedet sich Dr. Jack Weil, leitender Oberarzt der Inneren Abteilung am Kreiskrankenhaus Saarburg, in den Ruhestand. Der 66-Jährige blickt auf 33 Jahre erfolgreiche Arbeit in Saarburg zurück. Dabei ist der Franzose, der in Bolivien geboren wurde, über Umwege nach Saarburg gekommen.

Studiert hat er in Frankreich, seine Ausbildung als Assistenzarzt hat ihn danach nach Israel geführt. Dementsprechend viele Sprachen spricht er: Spanisch, Französisch, Deutsch, Englisch, Hebräisch und Italienisch. „Es war immer mein Wunsch, in einem Krankenhaus zu arbeiten“, sagt Weil. „Ich schätze den Austausch mit anderen Ärzten sehr, so dass es für mich nie infrage gekommen wäre, als niedergelassener Arzt zu arbeiten.“ Als er nach Saarburg zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, war ihm schnell klar: Hier bleibe ich. Nicht nur wegen der positiven Atmosphäre im Krankenhaus, sondern auch wegen des schönen Städtchens und der Gegend.

Angefangen hat Jack Weil 1985 als Assistenzarzt, seit 1991 ist er Oberarzt der Inneren Abteilung, bezeichnet sich selbst auch als „Allrounder“. Er hat das Schlaflabor ins Leben gerufen und bildete sich weiter zum Thema Herzschrittmacher.

„In all den Jahren bin ich immer mit riesiger Freude zur Arbeit gegangen. Es ist unheimlich wichtig und im Krankenhaus auch gegeben, voneinander zu lernen, sich mit anderen Ärzten auszutauschen, Wissen weiterzugeben und gemeinsam Herausforderungen anzugehen“, fasst der Oberarzt seine Erfahrung und Sichtweise zusammen. Und so verwundert es nicht, dass er auch einen Rat für junge Kollegen parat hat: „Bleibt immer enthusiastisch, bildet euch weiter. Man muss immer auf dem neuesten Stand sein, damit man sagen kann, dass man seine Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen gemacht hat.“

Für die Zukunft hat Dr. Weil Pläne. Neben seinem großen Hobby, dem Lesen, und natürlich seiner Familie, möchte er sich ehrenamtlich engagieren. „Ich habe 42 Jahre als Arzt gearbeitet und viel an Wissen und Erfahrungen gesammelt. Es wäre wirklich schade, wenn das verloren geht.“

Im Krankenhaus wird Dr. Weil eine Lücke hinterlassen. „Seine positive Art, seine Erfahrung und Kompetenz werden dem Krankenhaus fehlen“, so Arist Hartjes, Geschäftsführer des Krankenhauses. „Wir wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute!“ Auf TV-Nachfrage sagt Hartjes, dass geplant sei, die Stelle des Oberarztes der Inneren Abteilung wieder zu besetzen.