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In Bescheid werden 18 Baugrundstücke „Bei den Apfelbaumfeldern“ erschlossen.

Dorfentwicklung : Es geht endlich los im Neubaugebiet

In Bescheid werden 18 Baugrundstücke „Bei den Apfelbaumfeldern“ erschlossen.

Die vielen Besucher sprechen für sich. Etwa ein Dutzend Bescheider, darunter vor allem jüngere Bürger, verfolgten die Sitzung ihres Gemeinderates. Sie alle hoffen, möglichst bald „Bei den Apfelbaumfeldern“ bauen zu können. Die vorbereitenden Planungen der Gemeinde, die dort ein Neubaugebiet erschließen will, zogen sich über Jahre hin. Inzwischen wird es konkreter: Nach der Baustellen-Einweisung soll der eigentliche Baubeginn in einigen Wochen folgen, sofern er sich nicht durch das Coronavirus verzögert (Anmerkung der Redaktion).

Insgesamt sollen 18 Baugrundstücke erschlossen werden, wofür in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Bauarbeiten vergeben wurden. Einstimmig beauftragt ist das Unternehmen Franz Lehnen aus Sehlem, das die Arbeiten für 883 060,56 Euro anbietet. Der zweite Bieter – von mehr als einem Dutzend Firmen, die Unterlagen anforderten – war deutlich teurer. Den Großteil der Investitionssumme für im ersten Schritt Wasser- und Abwasserleitungen und Baustraßen tragen die Werke der Verbandsgemeinde. Bescheid selbst ist mit 220 046 Euro beteiligt.

Mit der Straßenbeleuchtung ist das Unternehmen Innogy beauftragt – für 26 651 Euro – und mit der abschließend erforderlichen Flächenvermessung das Trierer Büro Hannemann für 30 430 Euro. Damit bewegen sich die voraussichtlichen Investitionen im Rahmen des aktuellen Haushaltsplans. Er sieht für die Erschließung insgesamt 371 000 Euro vor, die sogar unterschritten werden. Der Endausbau der Neubaugebietsstraßen steht laut Michael Natter vom Thalfanger Ingenieurbüro IPB wohl erst in einigen Jahren an, wenn 60 bis 80 Prozent des Areals bebaut sind.

Das Bauland wird dringend benötigt in Bescheid (der TV berichtete), wo derzeit auch kaum ältere Häuser zu haben sind. Ortsbürgermeisterin Nastja Raabe und ihre Ratsmitglieder sind daher froh, dass nun mit der Erschließung begonnen werden kann. Die Höhe des Baulandpreises pro Quadratmeter Fläche will der Rat voraussichtlich in einer Sitzung im April festlegen.

Ebenfalls noch offen ist, wie die Grillhütte am Bescheider Sportplatz saniert werden soll. Mitglieder des Sportvereins, der die gemeindeeigene Hütte auf Basis eines Vertrags nutzt, haben sich aber Gedanken dazu gemacht. Konkrete Vorschläge – mit ersten Kostenschätzungen – sollen möglichst bald auf den Tisch. Favorisiert wird eine Variante, die den Bedürfnissen von Bürgern ebenso gerecht wird wie denen von Wanderern. Sie sollen sich dort zumindest unterstellen können.

Einstimmig abgelehnt hat der Rat die von der Kreisverwaltung empfohlene Anhebung der Steuerhebesätze. Beschlossen ist hingegen das Aufstellen einer Bio-Müll-Sammeltonne – nach zweimaliger Ablehnung nun auf Wunsch von Bürgern. Von den für die gesamte Verbandsgemeinde (VG) ausgehandelten Jahresunternehmerverträgen will der Bescheider Rat nur einen nutzen: die regelmäßige Reinigung der Sinkkästen, den sogenannten Gullys, durch Fachunternehmen. Keine Mehrheit fanden Jahresverträge für Unterhaltungsarbeiten am Friedhof und für die Sanierung von Bordsteinen, die es in Bescheid kaum gibt. Die Standfestigkeitsprüfung von Grabsteinen durch Fachleute, die das in der gesamten VG übernehmen könnten, wird laut Raabe neu ausgeschrieben.