In den Fußstapfen Konstantins

Er ist ein Meter lang und 50 Zentimeter hoch: Die Kinder der Kindertagesstätte St. Amandus in Konz-Könen haben einen eigenen Konstantinfuß gebastelt. Das Kunstwerk ist im Rathaus zu sehen.

Konz. (nka) In weißen Tuniken und mit einem goldenen Lorbeerkranz auf dem Haupt: 20 kleine Römer haben vor Kurzem aufgeregt das Konzer Rathaus gestürmt und den Fuß des Kaiser Konstantin mitgebracht . Sie trugen ihn ganz stolz zu seinem vorgesehenen Platz, einem gläsernen Übergang des Rathauses.Mit sehr viel Mühe und Spaß haben die Vorschulkinder der Kindertagesstätte St. Amandus in Könen unter der Leitung ihrer Erzieherin Petra Greiff den ein Meter langen und 50 Zentimeter hohen Fuß aus Pappmaché gebaut und bunt bemalt. In Anlehnung an das Konstantinjahr startete das Projekt im August 2007 unter dem Motto "Die Kunst der Römer". Erzieherin Greiff, die selbst nebenbei als Künstlerin tätig ist, verstand es, den fünf- bis sechsjährigen Kindern die römische Geschichte auf spielerische Art und Weise näher zu bringen. "Sie waren erstaunt darüber, dass die Mauern der Konstantinbasilika so dick sind, dass ein Bus darüber fahren könnte oder dass die Fenster der Kaiserthermen im Mittelalter als Stadttore genutzt wurden", sagte Greiff. Die Ausflüge der Vorschulklasse wurden durch handwerkliche Arbeiten in der Schule und kleinere Aktivitäten ganz nach dem Vorbild der Römer ergänzt. Die größte gestalterische Aktion war aber die Erstellung des Fußes. Die Idee, mit den Kindern eine kindgerechte Version des bekannten Konstantinfußes zu kreieren, lieh sich die Leiterin bei einer Trierer Schule, die ein ähnliches Projekt in einem Schaufenster ausstellte. Nun steht ihr Fuß im Rathaus und kann sogar bis auf Weiteres vom Marktplatz aus auf der Glasbrücke bewundert werden.