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In der Bescheider Mühle gibt es wieder Speisen, Getränke und Livemusik

Gastronomie : Kulinarik und Kultur an der Kleinen Dhron

Die Bescheider Mühle bietet den Gästen wieder ein volles Programm Gaumenfreuden und Musik – allerdings mit Voranmeldung.

Essen, Weine genießen, einer Band lauschen oder bald wieder das Tanzbein schwingen – und das alles in historischem Gemäuer. Die Bescheider Mühle in der Nähe der Ortschaft Bescheid an der Landesstraße 148, ist ein Traditionsbetrieb, der jetzt bei niedrigen Inzidenzzahlen wieder durchstartet – wenn auch weiterhin unter Auflagen.

Im Jahr 1030 wurde die Mühle erstmals urkundlich erwähnt. Der älteste namentlich bekannte Müller war Bartholomees von Rockenburch im Jahre 1528, so steht es bei „wikipedia“ im Internet. Bis heute treibt die Kleine Dhron das historische Mühlrad an, bunt beleuchtet und nur noch zum Anschauen.

„Unser heutiges Grundgebäude ist 1866 gebaut worden“, sagt David Kündgen, der den Gastronomiebetrieb 2017 mit seinem zehnköpfigen Team übernahm, nachdem fünf Jahre lang geschlossen war.

Was einst eine Mahl- und Sägemühle, zeitweise auch Ölmühle war, ist unter der Leitung des jungen Teams Schauplatz von Gaumenfreuden, Musikgenuss, Hirntraining beim lustigen Fragequiz und, wenn es Corona wieder erlaubt, auch wieder Tanzveranstaltungen.

Kaum war die historische Mühle wieder ins Bewusstsein der Gäste gerückt, kam die Pandemie und alles wurde wieder auf Null zurückgefahren. „Mit Starthilfen vom Staat, Geduld und Durchhaltevermögen sind wir durch Corona gegangen“, beschreibt der Gastronom diese schwere Zeit. Mit Kulinarik, Livemusik und Events soll es jetzt klappen.

Übernachtungen sind in 13 Zimmern möglich. Weitere sollen folgen. „Wir sind eine gute Adresse für Wanderer, Biker oder auch Menschen, die aus der lärmenden Großstadt ins Grüne wollen“, sagt Kündgen.

An die Zeit vor Corona erinnert die Szenerie, die sich mit 160 Gästen bei Livemusik der Band Handpicked - also handverlesen- im Freien aufbaut. Alle hatten sich vorher per Internet angemeldet. Benny Kündgen, der 74-jährige Vater des jungen Chefs, nimmt sie in Empfang, überprüft die Liste und weist die Tische zu.

„Ich helfe gern mal aus“, erklärt der erfahrene Gastronom. So ganz lassen könne er es als alter Gastronom halt nicht, sei aber froh, dass auf der Bescheider Mühle die Familientradition fortgesetzt wird. Gut essen und trinken, Spaß haben und vor allem wieder kommen, das sei doch das Wichtigste.

Froh, dass es auf der Mühle weitergeht, ist auch Josee Muno aus Hermeskeil: „Ich habe mich zwei Monate auf diesen Tag gefreut.“ Das sei hier vor Corona schon immer so gemütlich gewesen und es gebe einen Superkoch.

Erstmals entdeckt hat die Mühle Robert Loskill aus der Eifel. Dafür war ihm die Band ein Begriff und deshalb sagt er: „Es lohnt sich, auch von weit her zur Bescheider Mühle zu fahren.“ Und wenn’s mal zu spät wird, kann man ja gleich hier übernachten.

So wird ein lauer Sommerabend gestaltet: Mit frischer Forelle, Wildsauerbraten oder einem vegetarischen Gericht, edlen Tropfen aus dem Weinkeller und klassischer Rockmusik der Liveband – alles handverlesen eben.