In diese Projekte steckt Wawern künftig Geld

In diese Projekte steckt Wawern künftig Geld

Weit über das Jahr 2020 hinaus listet die Ortsgemeinde Wawern Ausgaben für ihren Ort auf. Bis 2019 könnten genügend Menschen ihren Traum vom eigenen Haus im Baugebiet Beneförstchen erfüllt haben. Dann folgt der Endstufenausbau. Unter der Rubrik Folgejahre steht erst die Sportanlage. Nicht jeder will so lange warten.

Wawern. "Gibt es noch Fragen zum Investitionsprogramm?" Der Wawerner Ortsbürgermeister Karl-Peter Binz schaut in die Runde. Die Hand von Alfons Orth geht hoch. Er moniert: "Hier steht Sanierung des Tennensportplatzes. Wir wollen aber einen Kunstrasenplatz." Außerdem will sich das Ratsmitglied nicht damit abfinden, dass dieses Projekt erst nach 2020 angegangen werden soll. Und Kosten seien auch noch keine ermittelt.
"Der Platz steht auf Platz 2 der Prioritätenliste der Verbandsgemeinde Konz", versichert Beigeordneter Joachim Weber. Der Kreis hingegen entscheide jedes Jahr neu, was am dringendsten getan werden müsse.
"Wir werden die Anträge des Sportvereins prüfen und sie auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung stellen", erklärt Ortschef Binz. Alfons Orth sieht mit starken finanziellen Verlusten die Existenz des Vereins gefährdet: "Eine Sportanlage ist eine kommunale Pflichtaufgabe." Außerdem bringt er sein Erstaunen zum Ausdruck, dass Tawern jetzt schon zum zweiten Mal einen Kunstrasenplatz bekommen hat: "Offenbar gibt es da eine Lobby."
Nicht leicht tun sich die Ortsvertreter auch mit der Anschaffung eines kommunalen Traktors. "Für 15 000 Euro bekommt man nur Fahrzeuge mit Tausenden Betriebsstunden", hat Ortschef Binz ermittelt. Die doppelte Summe muss es wohl sein. Die Kreditgenehmigung verbindet die Kommunalaufsicht aber mit Einschränkungen bei künftigen Investitionen. Ob es nicht doch ein kleiner LKW mit Kipper tut? Dafür sprechen sich in der Abstimmung nur Constanze Thommes und Günter Grimbach aus. Jetzt will sich eine Abordnung des Rates auf die Suche nach einer vernünftigen Zugmaschine für Wawern machen. Die größte Investition, die auf dem Plan steht, wurde nicht diskutiert. Es sind 414 700 Euro für den Endstufenausbau des Baugebietes Beneförstchen. Diese Summe wird für 2019 angepeilt, ist aber durch den Verkauf der Grundstücke abgedeckt. Insgesamt summieren sich die Investitionen Wawerns bis 2020 auf 704 701 Euro. Die einzige Gegenstimme kommt von Alfons Orth. doth
Extra

Wenig Gewinn aus einem kleinen Wald: Wawern hat ganze 36 Hektar Wald. In seinem Bericht für das abgelaufene Forstwirtschaftsjahr hat Revierförster Waldemar Thielen einen Gewinn von bis zu 1000 Euro vorausgesagt: "Es werden noch Pflanzarbeiten ausgeführt, und Weiden müssen zurückgeschnitten werden." An einer Stelle im Revier hat der Borkenkäfer zugeschlagen. Deshalb fiel mehr Fichte an. 600 Weißtannen wurden gepflanzt, die langfristig parallel zu den Douglasien die Vielfalt verbessern. Wawern selbst liefert kein Brennholz. Das kommt aus dem Staatsforst. doth