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In Greimerath gedenken Freunde der Brüder Kurt und René Herrmann.

Gedenken : Stolpersteine für zwei Ehrenbürger

In Greimerath gedenken Freunde der Brüder Kurt und René Herrmann.

Zu den mehr als 500 Stolpersteinen, die der Künstler Gunter Demnig in Städten und Kommunen des Trierer Landes für die Opfer von NS-Terror und Holocaust inzwischen verlegt hat, kamen nun in Greimerath zwei weitere hinzu. Den im Jahr 2009 vor ihrem Elternhaus im heutigen „Greimerather Forst“ eingelassenen fünf Stolpersteinen für die Familie Herrmann wurden nun die beiden Steine für die Greime­rather Ehrenbürger Kurt und den im November gestorbenen René Herrmann hinzugefügt.

Im Beisein ihrer letzten noch lebenden Schulfreunde und von Familie Marx, die den Auftrag für die Stolpersteine gegeben hatte, hob Gunter Demnig, der an diesem Tag auch Stolpersteine in Trier und Echternach verlegt hatte, zuerst die fünf Stolpersteine für Josef und Rosa, Theo, Bernhard und Amalia Herrmann heraus. Die Brüder Josef und Theo waren in Arbeitslagern in Westpreußen, Amalia im KZ Stutthof bei Danzig ermordet worden. Bernhard und Rosa hatten zwar überlebt, doch der älteste Sohn Josefs und Rosas starb mit nur 27 Jahren an den Folgen der erlittenen Qualen. Die beiden neu geschaffenen Messingplatten auf den Stolpersteinen für die Brüder Kurt und René Herrmann sollen die Erinnerung an zwei Menschen wachhalten, die, obwohl sie seit 1946 Amerikaner waren, doch  immer Greimerather geblieben sind.