In neunter Auflage fast Tradition

In neunter Auflage fast Tradition

TRIERWEILER-SIRZENICH. Noch größer und attraktiver als ihre Vorgängerinnen präsentierte sich am Wochenende die neunte Deulux im Gewerbegebiet Trierweiler-Sirzenich. Die deutsch-luxemburgische Leistungsschau der regionalen Wirtschaft zog am Samstag und Sonntag wieder Tausende in ihren Bann.

Turnusmäßige Ausrichter waren in diesem Jahr die Verbandsgemeinde Trier-Land und der Gewerbeverein Trierweiler. Die meisten der 120 Aussteller aus Deutschland und Luxemburg zogen am Sonntagabend eine positive Bilanz. Den Schwerpunkt bildeten wie in der Vergangenheit die mittelständischen Unternehmen aus den Sparten Handwerk, Handel und Dienstleistung. Aber auch für Vereine und Organisationen war die Deulux 2004 ein Sprachrohr - etwa für die Verbrechensopfer-Hilfe "Weißer Ring", für die Freiwilligen Feuerwehren oder für den Jugendring der Verbandsgemeinde Trier-Land.Soft-Carrier "spendete" 7000 Quadratmeter

Bei der Eröffnung am Freitag gegen 15 Uhr waren die Aussteller und die "Ofiziellen" noch weitgehend unter sich. Nur wenige Gäste fanden an diesem "halben" Ausstellungstag nach Sirzenich - zumal die Erreichbarkeit wegen der Vollsperrung der Bitburger Straße nach einem LKW-Unfall eingeschränkt war. Grußworte sprachen Bürgermeister Wolfgang Reiland von der VG Trier-Land, sein Amtskollege Gust Stefanetti von der Deulux-Partnergemeinde Mertert-Wasserbillig, Matthias Daleiden, Ortsbürgermeister von Trierweiler-Sirzenich, und Landrat Richard Groß. Musikalisch umrahmt wurde der Auftakt von der Big-Band des Hindenburg-Gymnasium. Ein großer Dank galt wieder den zahlreichen Sponsoren - besonders aber in diesem Jahr der in Sirzenich niedergelassenen Firma Soft-Carrier. Die hatte kostenlos auf ihrem Firmengelände 7000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung gestellt. Den dadurch erzielten Effekt schilderte eine Deulux-erfahrene Ausstellerin: "Früher war die Ausstellung immer über das gesamte Gelände zerfleddert - nun ist alles kompakt und übersichtlich." Beim ersten Rundgang über das Ausstellungsgelände am Freitagnachmittag zeigte sich Petrus allerdings noch etwas launig, indem er heftige und kühle Windböen über Hallen und Freigelände schickte, dabei aber von Regengüssen absah.Auch russische Fahne trübt Beziehungen nicht

Hoher Besuch auf der Deulux hatte sich für Freitagabend angekündigt. Erwartet wurden das luxemburgische Großherzogpaar Henri und Maria Teresa, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck und Minister Fernand Boden, Luxemburg. Während eines Rundgangs durch die Ausstellung bezeichnete Beck die Beziehungen zwischen dem Großherzogtum Luxemburg und Rheinland-Pfalz auf "allen Gebieten sehr freundschaftlich und problemlos". Diese Einschätzung wurde auch durch einen Fauxpas nicht getrübt: Statt der luxemburgischen Staatsflagge war die ähnlich aussehende russische Fahne gehisst worden. Wegen ihrer Partnerschaft zu Prodolsk hat die Verbandsgemeinde Trier-Land auch dieses offizielle Tuch auf Lager. Der Fehler konnte jedoch noch ausgebügelt werden.Große Runde mit prominenten Gästen

Beim Rundgang mit Beck und dem Großherzogpaar geschah dann das, was solche "Veranstaltungen" mit prominenten Besuchern oft auszeichnet: Die Route durch die Hallen, die Stopps an verschiedenen Ständen und der Zeitplan waren genau vorgegeben. Doch dann hielten sich die Gäste nicht daran, blieben öfter an Ständen "hängen" als vorgesehen, interessierten sich für alles und jeden, brachten den Zeitplan durcheinander und die Sicherheitsleute zur Verzweiflung. Wesentlich unkomplizierter ging es am Samstag und Sonntag auf der Deulux zu, wobei auch das reichhaltige Unterhaltungsangebot für Jung und Alt zur familiären Atmosphäre beitrug. Fazit: Die Deulux 2004 ist wieder ein Stück gewachsen und tat wieder einen Schritt weiter in Richtung Traditionsveranstaltung. Und wie es in Zukunft weitergehen soll, deutete Bürgermeister Gust Stefanetti von Mertert-Wasserbillig an: "Diesmal waren wir bis auf wenige Ausnahmen nur Zuschauer. In zwei Jahren wird die Deulux wieder in Wasserbillig sein - dann sind wir Luxemburger gefordert."

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