In Reih und Glied über Grüneberg

In Reih und Glied über Grüneberg

TRIER. (hme) Polizisten aus ganz Rheinland-Pfalz haben auf dem Trierer Grüneberg mit ihren Motorrädern geprobt. Sie stellen die Eskorte für hohe Staatsgäste während der Weltmeisterschaft.

"Zündung an! Motor an!" Klar und deutlich kommen die Kommandos über Funk und gleichzeitig starten 18 Polizisten ihre schweren Motorräder. Fast perfekt synchron rollen die Maschinen an. Der Vorderste schwenkt nach wenigen Metern in die Kurven, seine Kollegen haben ganz schön zu tun, um gleichmäßig in richtigem Abstand hinter ihrem Vordermann zu bleiben. Was so leicht aussieht, ist in Wirklichkeit hochkonzentrierte Arbeit. Einmal zuviel gebremst oder die Kupplung zu früh kommen gelassen kann schon zum Schwanken führen. Und das sieht nicht nur schlecht aus, sondern gefährdet auch die Kameraden. Hoch über Trier, auf dem Militärgelände des Grünebergs haben die Polizisten aus Trier, Ludwigshafen, Mainz, Kaiserslautern und Worms das ideale Trainingsgelände. Zwar sind alle erfahrene Motorradfahrer, aber solch eine Eskorte fährt man nicht alle Tage. "Sollte zum Beispiel der spanische König zum Spiel seiner Mannschaft kommen, werden wir wohl in einer 15er-Formation fahren", erklärt Olaf Pelz, selbst einer der Motorradpolizisten. Weniger bekannte Staatsmänner werden auch mit weniger Eskorte auskommen müssen. Bis zur Fünfer-Formation kann die dann schrumpfen. Zusätzlich erschwerend kommt hinzu, dass alle Motorräder neu sind. Die Maschinen, eine spezielle Behördenversion der BMW R 1200 RT, wurden erst vor wenigen Tagen angeschafft. Die Polizisten sind jedenfalls von dem Krad begeistert. "Läuft super, Leistung ist da, und sie fährt prima!", freut sich Olaf Pelz. Die kommenden zwei Wochen werden die Beamten reichlich Gelegenheit haben, mit ihren Motorrädern unterwegs zu sein. Für den Einsatz während der Weltmeisterschaft sind sie in Enkenbach untergebracht, ganz nah am Geschehen.

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