In Schlangenlinien statt auf steilen Stufen

Saarburg-Beurig · Mehr Komfort für Nutzer des Saarradwegs am Beuriger Ufer: Der Saarburger Stadtrat hat den Auftrag zum Bau einer neuen Anbindung zwischen Radweg und der Beuriger Brückenstraße vergeben. Der für Fahrräder und Kinderwagen hinderliche Treppenaufgang kurz vor der Saarbrücke soll bald Vergangenheit sein.

 Vorsichtig Schritt für Schritt: Auch für Inlineskater ist der Treppenaufgang ein Hindernis. Auffallend: Die „Rinne“ rechts dient nicht der Entwässerung, sondern ist als Hilfe für Radler gedacht. TV-Foto: Friedhelm Knopp

Vorsichtig Schritt für Schritt: Auch für Inlineskater ist der Treppenaufgang ein Hindernis. Auffallend: Die „Rinne“ rechts dient nicht der Entwässerung, sondern ist als Hilfe für Radler gedacht. TV-Foto: Friedhelm Knopp

Saarburg-Beurig. Der Aufstieg für Radler und Inlineskater ist mühsam und nicht ungefährlich, für alleine des Weges Ziehende mit Kinderwagen sogar unmöglich: Wer vom Saar-Radweg in Beurig hinauf auf die Brückenstraße wechseln will, den erwartet ein steiler Treppenaufgang. Gleiches gilt in der Gegenrichtung hinunter zum Ufer. Die Erbauer des Treppenaufgangs haben einst wohl an die Probleme der Radler gedacht und entlang der Stufen eine Art Halbröhre aus Beton eingebaut, auf der ein Treppenbenutzer sein Fahrrad hinauf oder hinunter schieben kann. Das bewältigen aber selbst junge, sportliche Radler nur mit äußerster Vorsicht, so steil ist die Konstruktion. Für Skater taugt sie aber gar nichts. Und mit Kinderwagen ist die Treppe nur zu nehmen, wenn jemand tragend dabei hilft. Dieser Zustand soll aber bis zum September behoben sein: Der Saarburger Stadtrat hat den Auftrag zum Bau eines neuen Verbindungsweges zwischen Ufer und Brückenstraße erteilt. Da der Weg die alte Treppe ersetzen soll, musste bei seiner Planung der steile Straßendamm vor der Saarbrücke berücksichtigt werden. Eine direkte Verbindung hinunter und hinauf, wie sie noch die Treppe bildet, ist wegen der starken Steigung bei einem stufenfreien Weg nicht möglich.
Stattdessen sieht die Planung ein serpentinenartiges Gebilde mit einer Spitzkehre auf etwa halber Höhe vor.
63 000 Euro soll der Wegebau kosten. Nach Angaben von Bürgermeister Jürgen Dixius gibt es dazu Unterstützung von der EU: 36 000 Euro aus dem Leader-Programms seien schon zugesagt. Der Saarburger Stadtrat hat durch einstimmigen Beschluss den Auftrag an die Firma Metrichbau aus Freudenburg vergeben. Sie war der günstigste Anbieter im Ausschreibungsverfahren. Die Arbeiten sollen in Kürze beginnen und im September abgeschlossen sein.
Extra

Die neue Verbindung wird zwar stufenfrei sein, aber trotzdem nicht behindertengerecht. Bürgermeister Dixius sagt, leider lasse die extrem steile Topografie das nicht zu. Denn eine rollstuhlgerechte Auffahrt darf maximal 6,5 Prozent Steigung haben. Aber auch der neue Weg mit Spitzkehre wird immer noch ein Gefälle von zehn Prozent haben. Dixius: "Das ist ärgerlich, aber so bleibt nur der Hinweis auf den nächsten behindertengerechten Zugang zum Saarufer. Er liegt etwa 200 Meter entfernt." f.k.

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