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In Serrig ist die Energiewende angekommen

In Serrig ist die Energiewende angekommen

Die Sanierung der Schulturnhalle kommt in Serrig in die Gänge. Der Vertrag mit der SchoEnergie GmbH in Föhren ist geschlossen, die Genehmigung, ein Pultdach aufzusetzen, liegt vor. Die Bauarbeiten können jedoch immer nur scheibchenweise voranschreiten. Der Rat mit seiner Mitgliedschaft im Freundschaftskreis Serrig-Charbuy (FSC) möchte nichts überstürzen.

Serrig. Auf rund 130 000 Euro schätzt der Serriger Ortsbürgermeister Egbert Adam die Investitionssumme, die von der SchoEnergie GmbH aus Föhren in Form einer Photovoltaik-Anlage aufs Dach der Schulturnhalle montiert wird.
In der jüngsten Sitzung wurde der Vertrag vorgestellt. Als Pachtsumme wurden 16 000 Euro genannt, die sich jedoch auf 20 Jahre verteilen. "Damit mindern wir den Sanierungsstau an der Turnhalle", erklärt der Ortschef und kann gleichzeitig verkünden, dass die Baugenehmigung für das Pultdach, das diese Anlage tragen kann, frisch eingetroffen ist. "Jetzt fehlt nur noch das Okay der Kommunalaufsicht, die uns das auch finanzieren lässt", schiebt Adam gleich hinterher.

Unterschiedliche Betreibermodelle werden noch diskutiert. Entweder die Ortsgemeinde betreibt die PV-Anlage selbst, die Fläche kann aber auch verpachtet oder der Strom preisgemindert daraus bezogen werden.
Die Schulgebäude sollen direkt von der Sonne hier mit elektrischer Energie versorgt werden. Weit über eine Million Euro wird jedoch die Turnhalle gekostet haben, wenn sie in acht bis zehn Jahren einmal fertig saniert sein wird. Nach dem Dach soll es innen weitergehen mit den sanitären Anlagen und dem Fußboden. Am Ende steht die energetische Sanierung der Außenflächen.

Die Arbeiten sollen immer in die Ferien gelegt werden. "Das gute daran ist, die Halle bleibt die ganze Zeit über nutzbar", freut sich Adam über diese Lösung. Noch im Laufe des Jahres soll die PV-Anlage drauf sein, und im nächsten Sommer soll es drinnen mit den Arbeiten weitergehen.
Um Geld geht es auch bei der Diskussion um die Mitgliedschaft der Ortsgemeinde im Freundschaftskreis Serrig-Charbuy (FSC). Dessen Vorsitzender, Joachim Haupert, wünscht sich das, weil so besser finanziell geplant werden kann: "15 Familien und sechs Einzelmitglieder bringen bislang 400 Euro im Jahr."
Im Schnitt werden für die Begegnungen mit den französischen Partnern jedoch 1250 Euro im Jahr gebraucht. Und jedes Mal muss der FSC beim Rat um Unterstützung bitten. Gerade jetzt, wo gerade viele europäische Länder wieder über Grenzschließungen diskutieren, sieht Ortschef Adam in einer solchen Partnerschaft eine hohe Bedeutung: "Das ist ein Beitrag für Frieden in Europa."

Der jungen Generation fehle hierfür zunehmend der Bezug. Ratsmitglied Armin Britten (FBL) sieht jedoch ein Problem: "Wir sollten das mit den anderen Vereinsvorsitzenden diskutieren. Ich ahne sonst, was da kommt." CDU-Mann Johannes Tombers argumentiert in die gleiche Richtung: "Wir sollten uns da in Ruhe Gedanken machen." Auch Ulf Milanese von der SPD will das Thema grundsätzlich diskutieren. Vermehrte Einsichten in die Arbeit des FSC verspricht dessen Versammlung am 14. Februar, um 18 Uhr im Bürgersaal.