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Initiator für die Begleitung todkranker Menschen im Hochwald

Gesellschaft : Initiator für die Begleitung todkranker Menschen im Hochwald

Der Hospizverein Hochwald hat vor 20 Jahren wichtige Weichen gestellt für die Hospizarbeit rund um Hermeskeil und Morbach.

Sie gingen voraus, als die Notwendigkeit von Hospizarbeit vor Ort noch nicht mitten in der Gesellschaft angekommen war. Schwer kranke und sterbende Menschen zu begleiten wurde als Aufgabe von Hospizhäusern oder gar von Krankenhäusern und Seniorenheimen gesehen. Dieses Verständnis hat sich inzwischen grundlegend gewandelt. Ausgehend von Hermeskeil begleiten dort und im Raum Morbach bereits seit 2003 haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte des Ambulanten Hospizes Hochwald (AHH) Betroffene und deren Angehörige.

Die Voraussetzungen dafür schuf der im Jahr 2000 gestartete Hospizverein Hochwald (HV). Um Menschen ein Leben und Sterben in Würde zu ermöglichen, setzte er sich für die Gründung des seither über den Verein finanziell geförderten AHH ein. Seit 2017 (siehe Chronologie) fungiert der HV als eine Art Förderverein des Ambulantens Hospiz, für das er Hospizbegleiter aus- und fortbildet und sich um Öffentlichkeitsarbeit kümmert.

Ein Meilenstein ist laut Detlef Willems, Vorsitzender des Vereins, die alleinige Trägerschaft der Marienhaus GmbH seit 2015. Ein zweiter die Schaffung der ersten Vollzeitstelle. Mit Marion Schronen hat sie die heutige Leiterin des AHH und des „Ambulanten Hospiz- und Palliativdienstes Hermeskeil-Morbach“ inne, unterstützt von Nadine Hölzemer als Halbtagskraft. Damit war es laut Willems, seit 2002 Ko-Referent bei Ausbildungen und hauptberuflich Krankenhaus-Seelsorger, ab 2018 möglich, „dass wir loslassen konnten“. Das AHH stehe nun mit aktuell etwa 35 begleitenden Ehrenamtlichen plus zwei Fachkräften auf sicheren eigenen Füßen.

Stellvertreterin Maria Borrello, bis zum Ruhestand Leiterin des Hochwald-Altenzentrums St. Klara in Hermeskeil, engagiert sich seit 2007 im Vereinsvorstand. Willems ist dort zuständig für Finanzen und Verwaltungsaufgaben, sie kümmert sich um die Pflege von Kontakten und die zum Hospizbegleiter-Team. Es sei ihr immer wichtig gewesen, das AHH zu unterstützen und da zu sein „für kranke und sterbende Menschen und deren Angehörige“. Daher übernahm sie vor Jahren auch öfter vertretungsweise Aufgaben wie den Telefondienst. Denn anfangs musst sich das AHH viele Jahre mit nur einer Teilzeit-Fachkraft behelfen, sodass Engpässe programmiert waren.

Wer die Arbeit des Vereins mit aktuell 60 Mitgliedern, darunter Erich Marx – von Anfang an Kassenwart – unterstützen möchte, kann spenden: DE78 5856 0103 0005 9073 49, Volksbank Trier – oder sich in Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit oder mit Ideen einbringen.