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Inklusionsprojekt „Barrierefreies Baumhaus“ in Kell am See geht weiter

Inklusion : Förderung für barrierefreies Baumhaus im Hochwald

Die Stiftung Zukunft in Trier-Saarburg unterstützt das inklusive Projekt in Kell am See, das damit für weitere drei Jahre gesichert ist.

Der Verein Erlebniswerkstatt Saar kann sein Projekt „Barrierefreies Baumhaus“ fortsetzten. Die Stiftung Zukunft in Trier-Saarburg hat den Förderantrag bewilligt.

Die bisherige Förderung durch die Aktion Mensch läuft dieses Jahr aus, so dass eine Lösung für den Erhalt des Projekts bis 2024 gesucht wurde. Durch den Bescheid ist die Zukunft des in Rheinland-Pfalz einzigartigen Inklusionsprojekts für die nächsten drei Jahre gesichert.

Das seit 2018 immer weiter entwickelte Baumhaus im Keller Gemeindewald besteht derzeit aus fünf Plattformen, die in einer Höhe zwischen einem und sieben Metern Höhe in den Bäumen hängen. Gebaut wurden die Plattformen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Handicap, die im Rahmen des Projektes „Barrierefreies Baumhaus“ an Aktionstagen und Ferienfreizeiten teilgenommen haben.

Um das Baumhaus auch für alle Menschen barrierefrei erreichbar zu machen, wurde ein Rollstuhl-gerechter Steg gebaut. Das Haus verfügt über Schlaf-, Koch- und Waschmöglichkeiten und bietet für bis zu 25 Menschen Platz.

Die Plattformen werden unterschiedlich hoch verankert und dann durch Stege und Treppen miteinander verbunden, so dass man sich wie in einem ganz normalen Haus bewegen kann. Auch für Jugendgruppen, die für eine Fahrt mal eine Alternative zum Zeltplatz suchen, steht das Baumhaus bereit.

Das Jugendprojekt wird getragen von der Erlebniswerkstatt Saar in Kooperation mit der Jugendpflege des Landkreises Trier-Saarburg und der Gemeinde Kell am See.

Für dieses Jahr sind bereits sechs Ferienfreizeiten und 16 Aktionstage im Baumhaus geplant. Ähnlich sieht es für die Jahre 2022 bis 2024 aus.

Allerdings ist durch die große Trockenheit und die Ausbreitung des Borkenkäfers der Fichtenbestand rund um das Baumhaus gefährdet. Einige Bäume mussten aus diesem Grund bereits gefällt werden. Der Verein ist mit der Gemeinde Kell, dem Revier-Förster und der Kreisverwaltung im Gespräch über einen alternativen Standort in der Nähe der Jugendbildungswerkstatt in Kell am See.