Inspiriert aus fernen Ländern

LONGUICH. Ob in Las Vegas, Mexiko oder Kenia – überall geht Christine Britz auf Motivsuche, um zu fotografieren und die privaten Entdeckungen später auf Leinwand zu bringen.

Christine Britz träumt nicht nur von fernen Ländern, sie macht sich auch häufig auf den Weg dorthin. Ihre Reiseeindrücke und ihr Faible für fremde Kulturen spiegelte sich in den Bildern, die in ihrer Wohnung besondere Akzente setzen, wieder.Die erste eigene Ausstellung ist in Planung

"Mein Lieblingsreiseziel ist Mexiko", sagt die 41-Jährige. Die Kultur der Mayas, die Farbenpracht des Landes und die Freundlichkeit der Menschen fasziniere sie. Die glühend heiße Sonne Mexikos setze beispielsweise bunte Häuserfassaden in ein noch schöneres Licht. "Und das regt unwillkürlich zum Malen an." Vor Ort packt sie nie die Staffelei aus, "es gibt zu viel zu entdecken." Hunderte von farbenprächtigen Objekten, die sie beeindruckten, fotografierte sie. Und wenn es die Zeit erlaubt, werden die Motive mit Pinseln, Acryl und Aquarell auf Leinwand gebracht. Auch ein einjähriger Amerikaaufenthalt hat seine Spuren in der Malerei der Hobbykünstlerin hinterlassen. "Häufig bin ich bei Sonnenuntergang durch Las Vegas oder Dallas gegangen, um das Licht- und Schattenspiel zwischen imposanten Hochhäusern zu fotografieren." Aber auch die Schönheit der Heimat ist der gebürtigen Fellerin bewusst und regt sie an. Und: "Ich male gerne Menschenporträts", sagt Christine Britz und greift in ihre Mappe. Patenkind Sarah lächelt vom Papier, sie selbst als Kind oder ein junges Paar, das sich in der Zeit des Verliebtseins in Aquarell verewigen lassen wollte. Man muss schon genau hinschauen, ob es sich um eine Fotografie oder ein Gemälde handelt. "Ich lege sehr viel Wert auf Genauigkeit", so die Künstlerin. Gemalt und gezeichnet hat sie, seit sie denken kann. "Nach der Schule habe ich eine Ausbildung zur Bauzeichnerin gemacht." Mit Farben zu arbeiten, bringe ihr Entspannung und sei eine Möglichkeit, sich auf Papier auszudrücken. Momentan hat sie etwas mehr Zeit, sich dem Malen zu widmen. Denn sie ist auf Arbeitssuche. Zuletzt hat sie ihre Kreativität in einem der größten Gartencenter Deutschlands als Leiterin der Dekoabteilung "ausgelebt". Ihre unzähligen "Überlebenskünstler", wie sie ihre Kakteen und Sukkulenten nennt, die findigen Vogelhäuschen sowie zahlreiche Werbeschilder, die sie sammelt, und natürlich all ihre Werke und Fotos sind im August von Hamm nach Longuich mitgezogen. In ihrer Wohnung gibt es manche kleine Sehenswürdigkeit zu entdecken, alles liebevoll ästhetisch hergerichtet. Mittendrin die farbenfrohen, viel sagenden Bilder. Christine Britz Ziele: "Ich hoffe, bald eine Arbeit zu finden und freue mich schon darauf, die nächsten Motive zu entdecken." Sie hat bereits an mehreren Hobbykünstler-Ausstellungen vor Ort, im Saarland und in Frankreich teilgenommen, und plant jetzt ihre erste eigene Ausstellung.