Internationale Unterstützung

Zwei Wochen lang hat das Deuselbacher Haus des Gastes junge Menschen aus der ganzen Welt beherbergt. Das hat einen bestimmten Grund.

Deuselbach/Thranenweiher (cst) Vorsichtig fahren die jungen Männer und Frauen aus sechs Nationen mit dem Schubkarren über die ausgelegten Planken in dem Bruch bei Thranenweiher. Behutsam schütten sie den Inhalt, ein Gemisch aus Sägespänen und Rindenmulch; in den Wasserlauf und setzen anschließend Binsengras in das Gemisch. "Damit wollen wir verhindern, dass die Masse der Erosion ausgesetzt wird", sagt Carsten Schmidt, Ranger im Nationalpark Hunsrück-Hochwald.
Die neun Mitglieder der Gruppe stammen aus Italien, Russland, Frankreich, Spanien, Panama und China. Sie sind die zweite Gruppe, die auf Vermittlung der Organisation Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten (IGB) im Nationalpark eine Woche lang dazu beiträgt, die dort befindlichen Brücher, wie die Hunsrücker Hangmoore genannt werden, wiederherzustellen. IGB gibt es in 60 Ländern, sagen Silvana Bürck und Katharina Sontheimer.
Die beiden Studentinnen leiten das Camp in Thranenweiher und Deuselbach, wo die Teilnehmer dieses Projekts im Haus des Gastes untergebracht sind. "Deutsche gehen ins Ausland und ausländische Partner schicken ihre Teilnehmer hierher", sagen sie. Dabei handele es sich nicht nur um Studenten, stellen sie klar. Mit dabei sind beispielsweise Datenmanager und Juristen, die einen körperlichen Ausgleich für ihre sitzende Tätigkeit suchen. Finanziert wird das Projekt im Thranenweiher Bruch durch die Stiftung Natur und Umwelt und das Nationalparkamt.