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Investitionen bis 2021: Mehr Wohnraum, mehr Flair, mehr Schutz vor Hochwasser in Schoden

Investitionen bis 2021 : Mehr Wohnraum, mehr Flair, mehr Schutz vor Hochwasser in Schoden

Bürgerhaus-Sanierung, ein schönerer Dorfplatz, ein kleines Gewerbegebiet: Alles das taucht in Schodens Investitionsprogramm auf. Der dickste Brocken mit 1,8 Millionen Euro ist das Neubaugebiet Leimkaul. 

Bevor eine Kommune ihren neuen Haushalt berät, stellt der Gemeinderat in der Regel eine Übersicht der geplanten Investitionen zusammen. So ist es auch in Schoden geschehen. „Alle Maßnahmen dienen dem Erhalt und der Verbesserung der Situation vor Ort und tragen zur Lebensqualität bei“, sagt der Schodener Ortsbürgermeister Rüdiger Hausen in Richtung Kommunalaufsicht der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, die darüber entscheidet, was von diesen Plänen angesichts der finanziellen Situation der Ortsgemeinde übrig bleiben wird.

Ganz oben auf der Liste steht die Erschließung des Neubaugebiets Leimkaul, auch was den Betrag von 1,892 Millionen Euro angeht. Hier ist Hausen zuversichtlich, dass im Frühjahr die Bagger rollen werden. „Von den 31 Baustellen sind 13 schon weg“, sagt der Ortschef. Man arbeite eine Interessentenliste ab und sei zuversichtlich, alle Baustellen zügig zu vermarkten. In einem Jahr könne womöglich gebaut werden. Wichtig dabei sei, dass die Investitionen nach dem Verkauf wieder in die Ortskasse zurückfließen.

Warum Schoden so beliebt ist, liegt für Hausen auf der Hand: „Wir haben nicht nur ein attraktives Dorf, sondern vor allem einen Bahnhof, der Bauinteressenten ein zweites Auto ersparen kann.“ Auch das vorhandene schnelle Internet mit zwei Gigabite Datenübertragungsrate pro Sekunde reize manche Bauherren.

30 Jahre Sanierungsstau schiebt das Bürgerhaus vor sich her, was schon an den alten Holzfenstern sichtbar wird. Allein der Keller mit Jugendraum ist auf dem neuesten Stand. 100 000 Euro will die Gemeinde bis 2021 investieren. Zum Glück ist das Dach noch in Ordnung. „Wir wollen möglichst auch Eigenleistung nutzen“, sagt Hausen: „Dieses Haus ist für die Schodener ein Stück Heimat und wird vielfältig genutzt.“ Auch der triste Parkplatz davor soll attraktiver werden.

Klein, aber idyllisch ist der Dorfplatz im Ortskern. Bis einschließlich 2022 hat der Gemeinderat 70 000 Euro in den Plan geschrieben für die Weiterentwicklung des Platzes. Hierzu sollen auch Ideen aus der Bevölkerung kommen. Vielleicht mit mehr Parkplätzen. Für die Planung, in die die angrenzenden Straßen mit einbezogen werden sollen, stehen 10 000 Euro bereit. Das Büro, das diesen Auftrag bekommt, wird die Vorgaben der rund 700 Schodener befolgen müssen.

Rund 10 000 Euro werden für eine Machbarkeitsstudie eines kleinen Gewerbegebiets kalkuliert. „Das wird keine Konkurrenz für die umliegenden Kommunen“, stellt Hausen fest. Firmen sollen jedoch die Möglichkeit bekommen, sich zu vergrößern. Schoden hat allerdings nur eine Handvoll Unternehmen.

Auch die Freizeitanlage an der Saar soll weiterentwickelt werden. „Wir wollen mit einer Planung eine Lösung finden, die gut ist für beide – Pächter und Anlieger“, strebt der Ortschef mit seinem Rat an. Dafür sollen in diesem und im nächsten Jahr jeweils 20 000 Euro investiert werden.

Der gleiche Betrag soll in den Hochwasser- und Starkregenschutz fließen. „Wir haben einen Deich am Saar-Altarm. Wenn der bricht, würde der gesamte alte Ortskern überflutet, so wie vor dem Saarausbau in den 1980er Jahren“, erklärt Hausen die Bedeutung. Der Klimawandel sei eine Herausforderung auch für Schoden.

Die nächste Sitzung des Gemeinderats ist am Donnerstag, 2. April, um 19 Uhr im Bürgerhaus. Darin wird über den Doppelhaushalt 2020 und 2021 beraten.