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Irsch braucht Investitionen in Millionenhöhe

 Hinterm Sportplatz sollen neue Gebäude für den Bauhof und generationsübergreifendes Wohnen Platz finden. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Hinterm Sportplatz sollen neue Gebäude für den Bauhof und generationsübergreifendes Wohnen Platz finden. TV-Foto: Herbert Thormeyer FOTO: Herbert Thormeyer (doth), HERBERT THORMEYER ("TV-Upload Thormeyer"
Irsch. Welche Projekte stehen in den Orten der Verbandsgemeinde Saarburg an? Das beleuchtet der TV in einer Serie. Heute ist Irsch an der Reihe. Herbert Thormeyer

Irsch Die Sanierung der Innerortsstraßen bleibt Irsch als Daueraufgabe erhalten. Die Kita ist wieder zu klein, betreutes Wohnen soll angeboten, und das Baugebiet In der Tref erschlossen werden. Alles zusammen kann mehr als zwei Millionen Euro kosten.
Die Zerfer Straße in Irsch ist in Arbeit und in zwei Monaten fertig. Bei der Umfrage in den Saarburger Ortsgemeinden zählt Ortsbürgermeister Jürgen Haag noch gleich die Kanalsanierungen in den Straßen Alte Mühle, Serriger Weg und Am Mühlenberg auf. Die Schulstraße, Am Sonnenberg und die obere Stichstraße Am Scharfenberg sind ebenfalls in die Jahre gekommen. "Straßensanierungen bleibt ein Thema in den nächsten zehn Jahren", sagt der Ortschef.
Die Betreuung von unter Zweijährigen in der Kindertagesstätte lässt die Einrichtung an ihre Grenzen stoßen. Es muss angebaut und investiert werden - in Nebenräume und, wenn die Zahl auf 100 Kinder steigt, auch in eine neue Industrieküche.
Mit ins Konzept könnte das gegenüberliegende Schulgebäude aufgenommen werden. "Damit würden wir den Schulstandort stärken", sagt Haag. Im nächsten Jahr tritt der Platzmangel ein. Die Zeit drängt also.
Zügig soll das Baugebiet In der Tref mit 16 Baustellen vermarktet werden. Die Erschließung wird rund eine Million Euro kosten, Geld, das durch den Verkauf der Grundstücke jedoch wieder zurückfließt.
Am Sport- und Freizeitzentrum ist noch viel Platz. Dort soll ein Bebauungsplan für Mehrgenerationenwohnen erstellt werden. Dafür erwägt die Ortsgemeinde sogar die Gründung einer eigenen Baugesellschaft, falls kein Investor gefunden wird.
Da ist die Umstellung der Heizung der Turn- und Mehrzweckhalle auf Gas für 50 000 Euro ein eher kleinerer Betrag. Ein Wunsch ist, einen gemeinsamen Bauhof mit Ockfen zu betreiben, denn in Irsch passt der kommunale Traktor nicht mehr hinein, so eng ist es in den beiden Hallen.
Platz könnte dann für eine Gesundheitshütte nach Mannebacher Vorbild entstehen, so eine Vision von Haag: "Irsch ist sonst bereits ein hilfsbereites Dorf. Die zehn Vereine haben 1500 Mitglieder." Wenn Hilfe gebraucht wird, werde nicht lange diskutiert, sondern angepackt.