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Irsch singt und spielt fürs Gotteshaus

Irsch singt und spielt fürs Gotteshaus

Mit 170 Sängern und Musikern aus drei Generationen wurde in der frisch renovierten Pfarrkirche St. Gervasius und Protarius Irsch ein großes Konzert veranstaltet. Gespielt und gesungen wurde für den guten Zweck. 200 000 Euro fehlen noch, damit alle Rechnungen der Kirchenrenovierung bezahlt werden können.

Irsch. (doth) Irsch ist ein musikalischer Ort: Das Dorf hat 1600 Einwohner - mehr als zehn Prozent davon, rund 170, spielen ein Instrument oder singen. Ein Drittel der Pfarrkirche St. Gervasius und Protarius brauchten der Kirchenchor, die Liedertafel mit dem Kinderchor und der Musikverein, die für ihr gemeinsames Weihnachtskonzert einen gewaltigen Klangkörper bildeten.

Benefizkonzert für die Pfarrkirche



Die Pfarrkirche, die ein Jahr lang für 1,1 Millionen Euro restauriert wurde, soll mit dem Erlös des Konzertes weiter finanziert werden. "1185 Euro sind zusammen gekommen", freute sich die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Monika Groß. Dies war umso erfreulicher, weil wegen des Wetters kaum mehr Zuhörer den Weg ins Konzert fanden als Musiker und Sänger da waren. Nach monatelanger Proben mit den Dirigenten des Kirchenchores, Jörg Thomas, der Liedertafel, Gottfried Sembdner und des Musikvereins, Jörg Benzmüller, wurde viel Feierliches geboten, darunter auch "Happy Christmas (War is over)" von John Lennon. Der vielseitige Klangkörper und die Stimmenvielfalt aus drei Generationen fanden immer wieder in neuen Kombinationen zusammen. Die Zuschauer applaudierten etwas verspätet, doch dann stürmisch auf den Kirchenbänken. Gemeinsam wurde das berühmte "Tochter Zion" von Georg Friedrich Händel gesungen und gespielt.

Jessica Wallrich aus Irsch war begeistert: "Diese Kombinationen waren klasse. Es ist toll in einem Ort zu leben, wo so viele singen und spielen." Etwas irritiert war Horst van Hees aus Ockfen: "Es war schon merkwürdig, dass nicht früher geklatscht wurde. Aber das Konzert war dennoch sehr schön."

Monika Groß vom Pfarrgemeinderat ist zuversichtlich, dass für die Ausfinanzierung der Kirchenrenovierung genügend Geld zusammenkommt: "Natürlich haben wird über die Rendantur des Bistums einen Kredit aufnehmen müssen." Aber der Förderverein sei sehr aktiv. Neben Weihnachtsmärkten und Konzerten soll auch das Pfarrfest am dritten Sonntag im September 2011 wieder Geld für den Sakralbau bringen.