Jede Minute zählt

SAARBURG. Beim Verdacht auf einen Herzinfarkt zählt für den Patienten jede Minute. Unter diesem Motto stand auch der Aktionstag der Herzwoche im Kreiskrankenhaus St. Franziskus.

"Bei typischen Herzinfarktbeschwerden ist das Alarmieren eines Rettungswagens für den Betroffenen lebenswichtig", erläutert Dr. Friedrich Eich, Chefarzt der Inneren Abteilung des Kreiskrankenhauses St. Franziskus. Schmerzen im Brustkorb, die unter Umständen in Arme, Schulterblätter, Bauch, Hals oder Unterkiefer ausstrahlten, oder ein massives Engegefühl seien Anzeichen für einen möglichen Herzinfarkt. Rettungsdienst informieren

"Nichts ist dann wichtiger, als schleunigst den Rettungsdienst zu alarmieren, entweder über die 112 oder die ärztliche Notrufnummer 19222", so Eich weiter. Der Vorteil eines Notarztwagens sei, dass bei eventuell auftretendem Kammerflimmern sofort mit einem Defibrillator ein rettender Elektroschock verabreicht werden könne. Außerdem bereite der Notarzt bereits vom Fahrzeug aus die Behandlung in der Klinik vor. Beim Herzwoche-Aktionstag "Jede Minute zählt" erläuterte Dr. Eich die Entstehung und mögliche therapeutische Ansätze eines Herzinfarktes. Darüber hinaus ging er die Neuerungen bei der Wiederbelebung durch Laien ein und führte diese auch vor. "Eine reine Herzmassage ist besser als gar keine Hilfe", sagte Dr. Eich nachdrücklich. In ihrem Vortrag "Schlank ohne Schlankheitskur" erklärte Monika Kornfeld, Diätassistentin und Diätberaterin, die mögliche Vermeidung eines Infarkts mit Hilfe einer gesunden Lebensführung. In einem Gesundheitsparcours hatten die rund 100 Besucher Gelegenheit, das eigene Gefährdungsrisiko testen zu lassen. Blutdruck, Cholesterin und Gewicht sind dabei entscheidende Faktoren. Alle Getesteten hatten die Möglichkeit zu einem Beratungsgespräch bei einem Facharzt. Daneben konnten sie bei einer Ultraschalluntersuchung der Halsgefäße Verkalkungen ausfindig machen lassen. Fast alle Besucher machten von den Untersuchungsmöglichkeiten Gebrauch. Die meisten waren über ihren Gesundheitszustand bereits gut informiert. Zufallsbefunde gab es dieses Mal nicht. Die Schirmherrschaft über den Aktionstag hatte, wie auch in den vergangenen Jahren, die Deutsche Herzstiftung.

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