Jeder kann mitmachen

Der Startschuss ist gefallen für die Konzer Stadtgespräche. Nicht nur gesprochen, sondern vor allem gehandelt werden soll in diesem Stadtentwicklungsprozess (der TV berichtete). Das Ziel ist klar: Konz soll attraktiver werden.

Konz. Auf die Frage: "Wo findet in Konz Stadt statt?" will der Stadtentwickler Thomas Lepping durch die kürzlich gestarteten Konzer Stadtgespräche eine Antwort geben. Nicht allein will er sie geben, sondern mit dem Konzer Stadt-Marketing, dem Stadtrat, der Verwaltung sowie allen Bürgern. Aufruf zur Zusammenarbeit

"Wir arbeiten unter der Prämisse: ,Jeder kann mitmachen'", schildert Lepping. Eine Lenkungs- sowie Prozessgruppen mit Vertretern der beteiligten Institutionen gestalten den Prozess aktiv mit. Ziel der Gespräche ist es, Konz attraktiver zu machen. "Wir wollen und müssen etwas verändern", ruft Lepping zum Handeln auf. Das Wirtschaftsministerium, die Stadt und der Verein Stadt-Marketing stemmen das Projekt finanziell, wie Bürgermeister Winfried Manns schildert. Es ist auf drei Jahre angelegt, die Vorarbeiten laufen bereits seit Januar 2006. Jahr für Jahr wird nun geprüft, ob die angestrebten Zwischenziele erreicht sind und ob das Projekt weiterhin Zukunft hat. Durch ein Projektbüro in der Verwaltung und durch die Universität Trier wird es zudem begleitet.Nicht nur der klassische Einzelhandel, sondern beispielsweise auch Gastronomie, Handwerk und Industrie können und sollen an der Stadtentwicklung Anteil haben. Es gehe nicht nur um eine Verschönerung der Stadt, erklärt Lepping: "Was wir machen geht deutlich weiter."Die Infrastruktur in Konz soll verbessert werden. Das allerdings nicht mit einem Paukenschlag, sondern mit Nachhaltigkeit. "Wir werden mit ganz kleinen Dingen beginnen.", erklärt Lepping. Manns ergänzt: "Wir wollen Stück für Stück ein bisschen ändern." Aber auch einige größere "Duftmarken" sollen gesetzt werden. Ein erster Schwerpunkt wird derzeit in der Granastraße gesetzt.Das Konzept beruht auf drei Säulen: Der ersten Säule liegt die Fragestellung zugrunde, wo der Prozess hinführen soll. Die zweite Säule ist laut Lepping eine "Keimzelle", aus der sich einzelne Teams bilden sollen. Als dritte Säule bezeichnet er das "Geschäftsflächenmanagement", bei dem er Einfluss nehmen will. Es dürfe beispielsweise nicht passieren, dass eine Immobilie nur deshalb nicht vermietet würde, weil die Mietdauer zu lang sei. Lepping hofft auch, künftig interessante Nischen besetzen zu können, die Konz zudem aufwerten. Die Auftaktveranstaltung der Stadtgespräche findet am 6. September um 19.30 Uhr im Kloster Karthaus statt.